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Das Mädchen mit dem herzzerreißenden Geheimnis: Eine echte Begegnung

Das Mädchen mit dem herzzerreißenden Geheimnis: Eine echte BegegnungEin Mädchen mit einem schrecklichen Geheimnis (Getty Images) „Aww! Was für hübsche Augen du hast!“, rief Suzan. „Hast du Hunger? Warte, ich hole dir etwas zu essen.“ Während Suzan in den Laden ging, um Brot und Milch für das obdachlose Mädchen zu kaufen, das vor dem Eingang saß, blieb ihre Freundin Liza bei dem Kind und streichelte es sanft.
Das Mädchen wirkte etwa fünf Jahre alt, trug zerlumpte Kleidung, war unterernährt und ungewaschen. Auf Fragen reagierte sie nicht – vielleicht verstand sie sie nicht, vielleicht wollte sie schweigen oder hatte einfach keinen Appetit. Sie starrte die beiden nur mit großen, fragenden Augen an. Suzan reichte ihr das Brot. Das Kind nahm es, starrte es an und begann irgendwann zu essen. Suzan und Liza lächelten ermutigend.
Ich stand etwas abseits, lehnte an der Wand und beobachtete die Szene. Etwas hielt mich fest – ich konnte nicht weg. Obwohl ich arbeitslos war und diesen Abend eigentlich mit meinem Professor zu einem Bridge-Workshop verabredet hatte, blieb ich.
Plötzlich klopfte mir jemand auf die Schulter. Der Ladenbesitzer des Schreibwarenladens gab mir meine kopierten Blätter und das Wechselgeld zurück – der eigentliche Grund für meinen Besuch.
Als ich mich umdrehte, sah ich, wie mehr Menschen zum Mädchen strömten: Sie streichelten es, gaben Essen, ein Paar küsste es auf die Stirn und steckte Geld zu. Doch das Kind sprach kein Wort.
Nach Stunden schlussfolgerte ich, es sei stumm. Was mich störte, war seine emotionale Kälte. Langsam lichtete sich die Menge, bis nur wir beide zurückblieben. Dann stand das Mädchen auf und ging die Veranda entlang.
Aus purer Neugier folgte ich ihr. Sie lief weit, bis zu einem halb zerfallenen Haus ohne Türen. Die Dämmerung senkte sich, der Ort wirkte unheimlich. Das Haus lag nahe einer Schule für benachteiligte Kinder, isoliert von anderen Behausungen.
Ich hielt Abstand, unsichtbar. In ihren Händen trug sie die Spenden. Sie trat ein, ich spähte nach: Sie setzte sich neben eine schlafende Frau und versuchte, sie zu füttern. Die Frau rührte sich nicht. Bald erkannte ich: Sie war tot, der Geruch deutete auf den Vormittag hin.
Plötzlich schrie das Kind markerschütternd: „AMMAAAA!!! AMAAAA!“ Es zerrte an der Leiche, heulte verzweifelt. Herzzerreißend. Ich erstarrte.
Das Mädchen war nicht stumm, hatte keinen Hunger – es wollte nur Essen für seine Mutter. Sie glaubte, Mama würde aufwachen. Doch sie tat es nicht. Die Schreie hallten nach...
(Von Silka Borah)