Repräsentatives Bild. Seit 2016 kämpfe ich mit Depressionen und Stimmungsstörungen. Heute teile ich meine persönliche Geschichte, um gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen in unserer Gesellschaft anzukämpfen. Anfang 2016, kurz nach meinen 12. Board-Examen, wurde bei mir eine Depression diagnostiziert. Der Auslöser war meine Rückkehr von Pune nach Hause, die meine Eltern stark besorgte. Seitdem suche ich professionelle Hilfe bei Psychiatern. Leider waren einige Erfahrungen enttäuschend – zu meinem Schock warfen mir Ärzte sogar Drogenabhängigkeit vor!
Ein Nachbar mutmaßte gar, ich sei von einem Geist besessen, weil er mich mit mir selbst sprechen hörte. Tatsächlich habe ich mich nie gewalttätig gezeigt, sondern mich meist isoliert. Ich nahm Medikamente, die mir ein Psychiater aus Patna verschrieben hatte.
Dieses Jahr, bei meiner Rückkehr nach Pune für höhere Studien, kamen Schlaflosigkeit und Ängste zurück, die mich fast zerbrachen. Wieder beim Psychiater diagnostiziert man eine Stimmungsstörung. Ich habe mich immer für andere eingesetzt – doch die Gesellschaft urteilt oft voreilig. Durch Gottes Gnade erhole ich mich nun langsam.
Psychische Erkrankungen sind ein echter Albtraum. Wir werden bewertet, ohne dass andere unsere Lage wirklich verstehen. Das Einzige, was mich am Leben hält, ist meine innere Seele und die unerschütterliche Unterstützung meiner Familie in meinen schwächsten Momenten. Es ist dringend nötig, das Bewusstsein für mentale Gesundheit zu schärfen.
- Von Nikhil Kumar