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Tragödie vor der Tochterhochzeit: Lakshmi ignorierte Hepatitis-Symptome

Tragödie vor der Tochterhochzeit: Lakshmi ignorierte Hepatitis-SymptomeHochzeiten in der Familie bedeuten immer hektische Vorbereitungen. Bei Hema’s Hochzeit war die Aufregung besonders groß.

Erstens hatte die Familie des Bräutigams das Mädchen bei einer Veranstaltung entdeckt und den Antrag gestellt – eine ungewöhnliche Initiative, da traditionell die Brautfamilie den Kontakt sucht.
Zweitens war Hema das einzige Kind von Lakshmi und ihrem Mann, die erste Enkelin der Familie. Jeder freute sich riesig auf diesen Tag.

Lakshmi und ihr Ehemann waren überglücklich: Die Hochzeit ihrer einzigen Tochter fand in einem soliden Haus statt, ohne übermäßige Forderungen vom Bräutigam.

Die Familie hatte ein bescheidenes Einkommen. Der Vater verkaufte Konsumgüter, die Mutter unterrichtete College-Studenten.

Als Eltern ihrer einzigen Tochter wollten sie alles geben, um die Hochzeit unvergesslich zu machen. Trotz bescheidener Mittel und sorgfältiger Planung fraßen die Kosten Löcher in die Taschen.

Lakshmis Lächeln verbarg den heimlichen Stress, genug Geld für den großen Tag aufzubringen.

Lakshmi war meine Schulfreundin. Mein Mann und ich linderten ihre Last, indem wir alle benötigten Silbergegenstände zur Hochzeit schenkten.

Sie war tief gerührt: „Vielen Dank, Bhabhi. Das spart uns viel Geld, das wir anders nutzen können. Kommt bitte 14 Tage vorher – eure Anwesenheit gibt mir Kraft für die letzten Vorbereitungen.“

Wie gewünscht, traf ich 15 Tage vor der Hochzeit in unserer Heimatstadt ein.

Es fiel mir auf, wie das Paar nonstop über die Hochzeit sprach. Jeder Nachbar kannte das Menü für Morgen- und Abendfeiern. Der Rummel wirkte übertrieben, doch ich schwieg, um nicht als Neiderin dazustehen.

Bei Hema als einzigem Kind war ihre Aufregung verständlich.

Dabei bemerkte ich Lakshmis geschwollene Füße. Sie winkte ab: „Ich sitze stundenlang mit hängenden Beinen beim Unterricht – das ist der Grund, sagte eine Nachbarin.“

„Geh zum Arzt!“, riet ich. „Nicht zu irgendeiner Frau.“

Sie schaute mich an, als hätte ich Geld verlangt: „Jetzt keine Zeit fürs Krankenhaus. Zu viel zu tun. Wird schon.“

Ich blieb skeptisch. Sie aß kaum – vier Bissen maximal – und sackte bei jeder Pause zusammen. Stress und Hochzeitsnervosität wurden als Erklärung abgetan.


Eine Woche vor der Hochzeit erbrach sie sich plötzlich. Wir dachten an Verdauungsstörungen durch unregelmäßige Mahlzeiten. Hausmittel wie Kreuzkümmeltee wurden empfohlen.

Beim zweiten Mal kam Blut dazu. Panik brach aus. Sie wollte ins Bad – und kam schockiert zurück: Blut im Stuhl.

Sie brach zusammen. Wir rasten ins lokale Krankenhaus. Am nächsten Morgen: Verlegung in die Stadt notwendig. Bluttransfusionen reichten nicht – Verlust zu groß.

Im Stadtkrankenhaus stabilisierten sie sie notfallmäßig. Endoskopie scheiterte zunächst wegen sinkendem Puls und Blutdruck.

Am nächsten Tag ergab sie: Hepatitis mit Leberschädigung. Lakshmi hatte Symptome ignoriert.

Plötzlich ergab alles Sinn: Schwellungen, Lethargie, Appetitlosigkeit.

Der Blutverlust war irreversibel. Fünf Tage vor der Traumhochzeit starb Lakshmi – und ließ eine unheilbare Lücke.

Die prächtige Feier im großen Saal mit Verwandten und üppigem Menü wurde zu einer schlichten Zeremonie zu Hause, nur mit engen Verwandten – nach ihrer Beerdigung.

Eine Hochzeit ohne Mutter kann nie feierlich sein!

- von Sudha Vishwanathan