DeuAq.com >> Leben >  >> Familie

Tragödie beim Holi-Fest: Siebenjähriger Junge stirbt bei harmlosem Farbenspiel – Augenzeugenbericht

Tragödie beim Holi-Fest: Siebenjähriger Junge stirbt bei harmlosem Farbenspiel – AugenzeugenberichtRepräsentatives Bild. Als langjährige Bewohnerin unseres Wohnkomplexes kenne ich die Freude am Holi-Fest nur zu gut. Kinder und Erwachsene freuen sich auf Rangpanchami, wenn bunte Farben die Luft erfüllen. Unser Haus wimmelt von Kindern, die Feste mit Elan feiern – laut, aber kreativ und innovativ.

Vor einigen Jahren planten die Kinder ein besonderes Spiel: einen 'Bandenkrieg' mit nur zwei Farben, Rot und Grün. Teams wurden gebildet, und der Parkplatz diente als abgeschotteter Schauplatz, um 'fremde' Farben fernzuhalten. Die Ältesten verteilten gleiche Mengen Farbpulver. Ziel: Den Gegner so wenig wie möglich zu bemalen. Wer am Ende am saubersten war, siegte.

Per Münzwurf startete das rote Team. Die Grünen suchten hektisch Deckung. Der siebenjährige Sujjit, ein kleiner, wendiger Junge aus dem Grün-Team, schlich katzenhaft und wich den 'Roten' geschickt aus.

Er kauerte sich neben der Parkplatzmauer D-064, die einem Auto von Dinesh gehörte. Dinesh, ein 30-jähriger Bewohner, kam gerade vom morgendlichen Schwimmen zurück. Sein neues Auto stand im Rückwärtsgang – der Platz wirkte frei. Im Rückspiegel sah er niemanden. Sujjit, vertieft im Spiel, bemerkte das Auto nicht und versteckte sich blind neben der Mauer.

Im nächsten Moment das Unfassbare: Sujjit wurde zwischen Auto und Wand zerdrückt. Rotes Blut statt Farbpulver an der Mauer D-064. Schreie ertönten, Erwachsene eilten herbei. Zwei Ärzte aus dem Haus bestätigten: Der Junge war sofort tot. Sujjits Eltern trösteten den verzweifelten Dinesh: 'Es war ein Unfall, keine Schuld.'

Trotz des Leids verzichteten sie auf Anklage. Die Polizei erledigte Formalitäten; die Einäscherung erfolgte erst um 19 Uhr. Sujjits Mutter klagte: 'Hätte er nur rote Farbe gewählt...' Dinesh begleitete der Vater zu Vernehmungen – ein Akt unvorstellbarer Großmut.

Beide Familien zogen fort, traumatisiert. Jährlich bei Holi gedenken wir Sujjit. Als Bewohnerin hoffe ich, Gott schenkt seinen Eltern Trost und Dinesh Frieden.

– von Sudha Vishwanathan, Bewohnerin des Komplexes