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Nicht gebären, um Mutter zu sein: Die berührende Geschichte einer selbstlosen Frau

Nicht gebären, um Mutter zu sein: Die berührende Geschichte einer selbstlosen FrauGeschrieben von Noor Tabassum

Auf einer Party meiner besten Freundin half ich bei der Organisation. Viele Gäste waren unbekannt, und ich servierte Getränke, stellte Leute vor. Nach einer Pause setzte ich mich in die Ecke und beobachtete die fröhliche Runde: Tanzende, lachende Menschen, spielende Kinder. Mein Blick fiel auf einen etwa siebenjährigen Jungen mit geistiger Behinderung, der still auf dem Schoß seiner Mutter saß. Er klatschte begeistert Beifall und suchte ihre Aufmerksamkeit. Mitleid überkam mich – wie schwer musste es für die Eltern sein?

Ich setzte mich zu ihnen. Die Frau wirkte unglaublich geduldig und gelassen. Meine Freundin stellte uns vor; sie plauderten herzlich, bis der Junge sie ablenkte. Als der Vater ihn holte, fragte ich sie, ob es eine Herausforderung sei. Lächelnd erwiderte sie: „Er ist meine Lebensader. Wenn man jemanden so liebt, ist nichts kompliziert.“ Ich war baff. Sie erzählte ihre Geschichte offen und einfühlsam.


Nach 15 Jahren kinderloser Ehe trotz Behandlungen und IVF drängte die Familie ihren Mann zur Zweitehe. Er weigerte sich treu. Adoption scheiterte am Veto der Schwiegermutter. In tiefer Depression beschloss sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. In jener Nacht hörte sie ein Weinen neben der Mülltonne. Ein Hund schleppte einen Sack – darin ein blutendes, verletztes Baby, grausam entsorgt. Sie rettete es, brachte es ins Krankenhaus. Obwohl die Schwiegermutter es ablehnte, behielt sie es bei sich, bis es genesen war. Bald eroberte der Kleine alle Herzen, sogar das der Großmutter.


„Dieses unschuldige Kind ist Gottes Geschenk“, sagte sie. Seine Launen, sein Lachen, sein Unfug geben ihrem Leben Sinn. In ihrer Geduld und Dankbarkeit sah sie den Grund für dieses Wunder.


Ich umarmte sie, erfüllt von tiefer Ruhe. Wie kann man ein hilfloses Baby wegwerfen? Solche Samariterinnen machen die Welt erträglich. Man muss nicht gebären, um Mutter zu sein – ein Herz voller Liebe und Hingabe reicht. Möge Gott gute Menschen mehren.


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