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Sexualleben nach der Geburt: So beleben Paare die Intimität wieder

Sexualleben nach der Geburt: So beleben Paare die Intimität wiederEltern werden hat unser Sexualleben ruiniert (Bild: Shutterstock)Frage: Meine Frau und ich sind seit vier Jahren glücklich verheiratet und lieben uns sehr. Wir haben vor Kurzem ein Baby bekommen, und das hat unser Sexualleben beeinflusst – ein großes Problem für uns. Sie hat keinen Spaß mehr am Sex mit mir und findet immer Ausreden, wenn ich versuche, etwas anzustoßen. Ich verstehe, dass sie Haushaltspflichten hat, aber das rechtfertigt doch kein Ende unseres Sexuallebens, oder? Wie kann ich die Situation verbessern und unser Sexleben wieder in Gang bringen? – Von Anonym
Antwort von Zankhana Joshi: Als erfahrene beratende Psychologin in Mumbai mit Spezialisierung auf Tanzbewegungstherapie verstehe ich Ihre Sorgen voll und ganz. Sie waren glücklich verheiratet, tief verliebt und hatten ein erfülltes Sexualleben – nun sorgt die Geburt Ihres Babys für Unruhe. Lassen Sie uns klären, was hinter dem nachlassenden Interesse Ihrer Frau steckt, und gemeinsam Wege finden, um Ihre Intimität wiederzubeleben.

Die meisten Frauen erleben nach der Geburt monatelang einen Rückgang des Sexualtriebs – bei manchen als leichte Abnahme, bei anderen als totale Abneigung. Die gute Nachricht: Das ist vorübergehend. Mit Zeit, Geduld und gegenseitiger Unterstützung bauen Paare eine erfüllte sexuelle Beziehung wieder auf. In meiner Praxis sehe ich das regelmäßig.

Dieses Desinteresse entsteht durch vielfältige Faktoren. Die Betreuung eines Neugeborenen ist körperlich und emotional extrem fordernd: Ständige Aufmerksamkeit, Körperkontakt und Erschöpfung lassen wenig Raum für Erotik. Hormonelle Veränderungen, Alltagsaufgaben wie Putzen und Füttern sowie Unbehagen beim ersten Sex nach der Geburt spielen eine Rolle. Viele Frauen kämpfen mit ihrem Körperbild, fühlen sich weniger attraktiv oder fürchten eine weitere Schwangerschaft. Auch Männer sind betroffen – durch Verantwortungsdruck, Müdigkeit und veränderte Intimitätsräume. Biologisch sind wir darauf programmiert, uns auf das Baby zu konzentrieren, auf Kosten der Libido.

Die Elternschaft ist eine große Umstellung für jedes Paar. Fangen Sie an, emotional neu zu verbinden: Händchenhalten, Kuscheln, nebeneinander sitzen – das schafft Nähe ohne Druck. Sex erzeugt mehr Sex: Viele Frauen fühlen sich danach erfrischt und wundern sich, warum sie es vermieden haben. Geben Sie ihr Raum, drängen Sie nicht. Die meisten Paare erholen sich innerhalb eines Jahres; bei Längerem rate ich zu professioneller Hilfe.

Unterstützen Sie Ihre Frau aktiv: Übernehmen Sie Kinderbetreuung, damit sie Zeit für Sport und Pflege hat. Machen Sie ehrliche Komplimente – sie wirken Wunder für das Selbstvertrauen. Wenn Sie Haushalt übernehmen, entsteht nicht nur Freiraum für Intimität, sondern auch das Gefühl, verstanden zu werden.

Elternschaft testet Beziehungen hart. Schützen Sie Ihre: Kleine Schritte wie offene Kommunikation, geteilte Verantwortung, Geduld beim Körperbild-Aufbau und Abwechslung (neuer Ort, Uhrzeit, Verführung) bringen den Funken zurück. Vergessen Sie nicht: Nehmen Sie sich Zeit für sich als Paar!
Zankhana Joshi ist eine in Mumbai ansässige beratende Psychologin und Praktikerin für Tanzbewegungstherapie.

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