Bei meiner zweiten Entbindung war ich im achten Monat schwanger und hatte nur leichte Blutungen ähnlich meiner Periode. Mein Blutdruck war während der gesamten Schwangerschaft erhöht. An diesem Tag besuchte mich mein Mann, und plötzlich stieg mein Blutdruck stark an. Wir fuhren sofort zum Arzt: Der Herzschlag des Babys hatte nachgelassen, und der Ultraschall zeigte drei Windungen der Nabelschnur um den Hals des Kindes.
Panik breitete sich aus. Der Arzt sagte: „Wir müssen sofort operieren, bereiten Sie alles vor.“ Ich hatte meine Tochter kurz zuvor getroffen und ihr ein wenig erklärt, aber sie verstand nicht viel. Sie wusste nur, dass Mamas Zustand sich verschlechtert hatte. In den letzten Monaten hatte sie mich bei Routineuntersuchungen begleitet und dachte: „Mama geht zum Arzt, abends kommt Mama wieder.“
Mein unschuldiger Engel ahnte nicht, dass ich diesmal länger wegbleiben würde. Mein Mann blieb im Krankenhaus, die Großeltern kümmerten sich zu Hause um sie. Als es dunkel wurde, wurde sie unruhig und rief: „Mumma chahiye!“
Mein Vater rief per Video an. Sobald sie mich sah, wischte sie ihre Tränen mit den kleinen Händchen weg und lachte. Doch ich konnte meine nicht zurückhalten. Sie stellte nur eine Frage: „Mama, wann kommst du nach Hause?“ Ich antwortete: „Sehr bald, belästige Oma nicht.“ Sie sagte wie immer: „Ok, Mama.“
Die Operation verlief erfolgreich, und eine weitere Tochter kam zur Welt – ein Stück meines Herzens. Aber in Gedanken sehnte ich mich danach, nach Hause zu kommen und mein anderes Stück zu umarmen. Der Arzt riet, das Kind anzurufen. Wir wollten sie nicht ins Krankenhaus bringen, um sie nicht zu beunruhigen. Doch schließlich kam sie, rannte zu mir, umarmte mich und berührte vorsichtig den Tropf. Sie sah mich eindringlich an und fragte: „Mumma, du hast so große Schmerzen?“ Tränen flossen aus meinen Augen. Sie wischte sie weg und sagte: „Du wirst bald gesund, oder, Oma?“ Wahrscheinlich hatte Mutter ihr das erklärt. In diesem Moment spürte ich, wie schnell Töchter reifen – Gott schenkt ihnen Zuneigung, Toleranz und Reife im Herzen. Als Papa sie bat, nach Hause zu gehen, umarmte sie mich nochmal, küsste ihre kleine Schwester und hielt Nanajis Hand: „Nanaji, wann kommt Mama nach Hause?“
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