Frage: Hallo, seit drei Jahren bin ich mit meinem Mann verheiratet. Als Software-Ingenieure führen wir ein erfülltes Leben und lieben uns innig. Doch ein schwerwiegendes Problem bedroht unsere Beziehung: Vor sechs Monaten unserer Ehe erfuhr ich von seiner Leidenschaft für Online-Glücksspiele. Er hatte bereits über 50 Lakhs verloren. Er gab seinen Fehler zu und versprach Besserung. Ich informierte meine Schwiegereltern, und er versicherte erneut, nie wieder zu spielen. Nun, über zwei Jahre später, hat er die Sucht nicht besiegt. Bei Verlusten wird er depressiv, gibt falsche Versprechungen und jagt verzweifelt den Verlust – typisch für unsere bürgerliche Familie. Ich rate ihm vergeblich, loszulassen und neu anzufangen. Meine älteren Schwiegereltern weiß ich nicht über alles auf dem Laufenden. In den letzten sechs Monaten spielte er nicht, doch gestern entdeckte ich in seinem Kontoauszug tägliche Einsätze im Juli. Ich bin am Ende: Über eine Million Euro verschwendet, ich emotional und finanziell erschöpft. Scheidung? Und die Angst, er könnte sich etwas antun? Was tun? – AnonymAntwort von Frau Rachana Awatramani: Glüchsspiele bergen das Risiko, Geld oder Werte für ungewisse Chancen zu setzen – basierend auf Wahrscheinlichkeiten. In unserer digitalen Welt finden sie online statt. Eine Sucht entsteht, wenn diese Aktivität Alltag und Pflichten stört.
Als Paar mit drei Jahren Ehe und solidem Leben stellen Online-Glücksspiele eine ernste Bedrohung dar. Ihr Mann erkannte seinen Fehler nach massiven Verlusten, versprach Abstinenz – doch der Kreislauf aus Verlusten, Depressionen und trügerischen Zusagen hält an. Er kann den Verlust nicht verwinden und will ihn zurückgewinnen: Ein klassischer Teufelskreis der Spielsucht.
Sie sind erschöpft von gut gemeinten Ratschlägen, emotionaler und finanzieller Stütze. Gedanken an Scheidung sind verständlich, doch jede Entscheidung hat Konsequenzen.
Mein Rat als erfahrene Psychologin: Führen Sie ihn umgehend zu einem Facharzt oder Therapeuten. Paarberatung oder Selbsthilfegruppen (z. B. für Spieler und Angehörige) bieten bewährte Unterstützung. Sucht erfordert professionelle Hilfe, da sie zu Zwängen und Besessenheit führt. Seine sechsmonatige Pause zeigt Bewusstsein und Willen – er braucht nun Struktur und Netzwerke.
Kommunizieren Sie offen Ihre Gefühle. Bei Bedarf schaffen Sie Distanz, um Klarheit zu gewinnen. Entscheiden Sie gemeinsam oder mit Profis: Bleiben und kämpfen oder getrennte Wege? Beide Pfade sind herausfordernd, doch mit Expertise machbar.
Frau Rachana Awatramani ist beratende Psychologin bei Insight Counseling Services in Mumbai.
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