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Hebräischer Name für Großvater: Saba und jüdische Traditionen im Überblick

Der hebräische Name für Großvater ist saba, ausgesprochen ähnlich wie die Rockband „ABBA“. Oft wird er als sabba transkribiert. Solche Schreibvarianten ergeben sich aus den Unterschieden zwischen dem hebräischen und dem lateinischen Alphabet.

Manche jüdische Familien bevorzugen den jiddischen Begriff zayde, der variabel als zaydeh, zayda oder zaydee geschrieben wird.

Viele jüdische Großeltern entscheiden sich für weltliche Namen. Bei nichtjüdischen Großeltern ist die Nutzung von saba und savta (oder bubbe und zayde) selten, da diese Begriffe eng mit der jüdischen Kultur verknüpft sind.

Über Hebräisch und Jiddisch

Hebräisch und Jiddisch sind beide eng mit jüdischer Kultur und Religion verbunden, unterscheiden sich jedoch grundlegend. Hebräisch gehört zu den semitischen Sprachen, Jiddisch zur indogermanischen Familie. Jiddisch wird vor allem von Juden aus Osteuropa gesprochen, Hebräisch in Israel und von Juden nahöstlichen Ursprungs. Beide Gruppen kennen oft das klassische Hebräisch aus religiösen Texten, das sich vom modernen Hebräisch unterscheidet. Unter jüdischen Amerikanern beherrschen rund 50 % das hebräische Alphabet, doch nur 13 % verstehen die Sprache. Jiddischsprecher in den USA werden auf etwa 250.000 geschätzt.

Beide Sprachen nutzen dasselbe Alphabet, werden rechts nach links gelesen und kennen keine Großschreibung.

Juden in Amerika

Eine aktuelle Umfrage unter US-Juden ergab: 62 % sehen Judentum primär als Kultur und Abstammung, nicht als Religion. 22 % bezeichnen sich als nicht-religiös. Viele heiraten außerhalb: Seit 2000 liegt die Quote bei 58 %. Jüdische Amerikaner weisen im Schnitt höheres Bildungsniveau und Einkommen auf als der Durchschnitt.

Schätzungen zur jüdischen US-Bevölkerung variieren je nach Definition (Abstammung, Religion, Kultur): Häufig genannt werden 4 bis 5 Millionen – eine Menge Sabas.

Hebräische Weisheit

Jüdische Großväter gelten als weise, bescheidene Familienmänner im Hintergrund. Hier klassische Sprichwörter:

  • "Es ist besser, der Schwanz des Löwen zu sein als der Kopf des Fuchses." Besser niedrig in edler Gesellschaft als hoch in schlechter.
  • "Ein guter Name ist besser als gutes Öl." Ein guter Ruf ist unbezahlbar.
  • "Stolz ist die Maske, die wir aus unseren Fehlern machen." Narren machen aus Fehlern Stolz.
  • "Ein Cent zur Hand ist auf Distanz einen Dollar wert." Besitzenes ist mehr wert als Fernes.
  • "Wenn ein Mädchen nicht tanzen kann, sagt sie, dass die Musiker nicht spielen können." Schuld den anderen zuschieben.
  • "Gott ist ein Vater; Glück ist ein Stiefvater." Gott treu, Glück launisch.
  • "Ein kleines Feuer verbrennt viel Mais." Kleines kann Großes zerstören.
  • "Was du nicht mit deinen Augen siehst, erfinde nicht mit deinem Mund." Keine Gerüchte verbreiten.
  • "Ein alter Mann im Haus ist eine Last, aber eine alte Frau ist ein Schatz." – Nicht immer vom Hausherrn gehört!