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Chinesische Namen für die Großmutter: Traditionelle Begriffe und kulturelle Rolle

Chinesische Familien verwenden eine Vielzahl von Begriffen für Großeltern, die je nach Region und familiärer Linie variieren. Wie in vielen asiatischen Kulturen unterscheidet man streng zwischen Großeltern mütterlicherseits und väterlicherseits – eine Tradition, die auch in China tief verwurzelt ist. Das führt dazu, dass Cousins ihre Großeltern mit unterschiedlichen Namen ansprechen, abhängig von der familiären Herkunft.

In Mandarin ist nai nai (manchmal als nie nie transkribiert) der gängigste Name für die Großmutter väterlicherseits, während zu mu die formelle Variante darstellt. Für Großmütter mütterlicherseits sagt man häufig lao lao, formell wai zu mu. Auf Taiwan ist ama üblich.

Regionale Dialekte bringen weitere Varianten wie ma ma für väterlicherseits und po po (oder wai po) für mütterlicherseits. Diese Begriffe werden großgeschrieben, wenn sie als persönlicher Name einer Großmutter dienen.

Mehr Infos? Schauen Sie sich chinesische Begriffe für Großväter an, Namen in anderen Ländern oder eine vollständige Liste von Großmutter-Namen mit FAQs.

Die Rolle chinesischer Großeltern

Chinesische Großeltern unterscheiden sich in ihrer Lebensweise von westlichen Pendants: Sie leben oft in Mehrgenerationenhaushalten mit ihren Kindern. Im Alter erwarten sie – und die Gesellschaft – Pflege und finanzielle Unterstützung von den Erwachsenenkindern. Diese Pflicht ist so zentral, dass das chinesische Gesetz zum Schutz Älterer 2013 novelliert wurde: Erwachsene Kinder müssen ihre Eltern „oft“ besuchen.

Großeltern als Kinderbetreuer

Chinesische Großeltern leisten einen unschätzbaren Beitrag: Viele übernehmen die Vollzeitbetreuung der Enkel. Laut einem 2013er Artikel in The Atlantic kümmerten sich 90 % der Kinder in Shanghai und 70 % in Peking um Großeltern. Viele geben dafür Jobs auf, gehen früh in Rente oder ziehen um.

Diese Praxis erstreckt sich über alle Schichten – von Elite-Familien bis zu Wanderarbeitern, die ihre Kinder bei den Großeltern lassen. Bezahlung ist unüblich, im Gegensatz zu Ländern wie Korea.

Die klassische Struktur „vier-zwei-eins“ (vier Großeltern, zwei Eltern, ein Kind) erleichterte das. Kritiker mahnen jedoch vor Verwöhnung und Überfütterung, was zu Gesundheitsproblemen wie Übergewicht führen kann.

Mit der Lockerung der Ein-Kind-Politik 2016 ändert sich das: Nicht alle Großeltern sind fit genug, und mehrere Enkel beanspruchen Aufmerksamkeit.

Mehrgenerationenleben bei Chinesisch-Amerikanern

In den USA leben chinesische Familien seltener zusammen als in China, doch häufiger als der US-Durchschnitt. Asiatische Haushalte mit zwei Generationen sind doppelt so wahrscheinlich wie bei Weißen.

Im Unterschied zu temporären Arrangements bei anderen Ethnien (oft wirtschaftlich bedingt) entstehen asiatisch-amerikanische Mehrgenerationenhaushalte später, wenn Karrieren etabliert sind. Kulturelle Werte, Kinderbetreuung und gegenseitige Pflege spielen eine Rolle – ergänzt durch Kostenersparnis, besonders bei Einwanderern.

Chinesisch-amerikanische Großeltern als Betreuer

Keine exakten Zahlen, doch eine Umfrage mit 3.000 Teilnehmern (Journal of the American Geriatric Society) ergab: Ein Drittel betreut mindestens 12 Stunden/Woche. 80 % empfinden das nicht als Belastung.

Sie zeigen weniger Depressionen, Angst oder Einsamkeit. Forscher führen das auf kulturelle Erwartungen an familiäre Fürsorge zurück. Unzufriedene nennen Druck von Kindern und fehlende Wahl.

Familienwerte

MetLife-Umfrage: Chinesische Großeltern wünschen sich gebildete, gesunde, ehrliche Enkel, die ihr Erbe – inklusive Feste und Traditionen – kennen und ehren.