Das japanische Wort für Großmutter lautet obaasan, oft liebevoll abgekürzt zu baasan oder baa-baa. Aufgrund des unterschiedlichen Alphabets zur englischen oder deutschen Sprache gibt es vielfältige Transkriptionen wie obaachan, oba-chan, obachan oder baachan.
Die eigene Großmutter wird sobo oder soba genannt. Viele japanische Kinder verwenden Kosenamen wie jiji (von ojiisan für Großvater) und baba (von obaasan).
Im Unterschied zu anderen asiatischen Kulturen unterscheiden Japaner nicht zwischen Großeltern mütterlicherseits und väterlicherseits.
Japanische Familienkultur
Heutige japanische Ehen sind meist Liebesehen, fern der traditionellen arrangierten Verbindungen. Moderne Familien ähneln westlichen Modellen: Kleinfamilien, gelegentlich mit einem älteren Mitglied. Früher lebten bis zu fünf Generationen in großen, stabilen Clans zusammen.
Trotz Veränderungen wirkt die Tradition nach. Kindererziehung steht im Mittelpunkt – Mütter widmen sich voll den Kindern, Väter werden zunehmend involviert. Kinder gelten als formbarer Rohstoff, dem viel Energie zugewandt wird.
Die Verfassung von 1947 forderte Geschlechtergleichheit, doch patriarchale Spuren bleiben: Frauen sprechen formeller und zurückhaltender.
Popularität der japanischen Kultur
Junge Menschen weltweit, besonders in den USA, schwärmen für Japans Popkultur – ausgelöst durch Manga, gefolgt von Anime, J-Pop und Sprachelernen. Initiativen wie das 'Cool Japan'-Projekt von MIT und Harvard unterstreichen diesen Trend. Eine Japan-Reise steht hoch auf vielen Wunschlisten.
Für nicht-japanische Großeltern ist das eine Chance, Enkel zu begeistern. Hier hilfreiche Ideen und Ressourcen.
Silvester (Neujahr)
Am 1. Januar essen Japaner 'Year-Crossing Noodles' – extra lange Buchweizennudeln. Probieren Sie es mit eigenen Nudeln! Traditionell serviert man Speisen in juubako-Kisten, vorbereitet für Tage. Einfacher: Japanisches Bento für Enkel – mundgerecht, bunt und formfreudig.
Weiteres Highlight: Geldumschläge für Kinder. Perfekter Anlass für Großeltern!
Kindertag (5. Mai)
Feier mit süßen Reis-Desserts, oft in Blättern gedämpft. Machen Sie mit Enkeln Chi Chi Dango Mochi – ohne Blätter. Traditionell hisst man Koi-Nobori-Fahnen für Jungen. Nachbauen mit fliegenden Karpfen oder Origami-Laternen.
Ob als Oma, obaasan oder anders: Genießen Sie Zeit mit Ihrem mago (Enkelkind)!