Die Nesselsucht, medizinisch Urtikaria genannt, entsteht durch eine allergische Reaktion des Körpers. Dabei setzt der Körper Histamin frei, sobald er auf ein Allergen trifft. Mögliche Auslöser sind vielfältig:
- Insektenstiche
Kontakt mit Insekten, wie Bienen- oder Wespenstiche, kann bei Kindern Nesselsucht auslösen.
- Lebensmittel
Nahrungsmittel wie Milch, Erdnüsse, Soja oder Schalentiere zählen zu häufigen Auslösern. Selbst Berührung kann reagieren.
- Tiere
Tierhaare von Katzen oder Hunden provozieren bei Allergikern oft Nesselsucht.
- Krankheiten
Virusinfekte oder Erkältungen können rote Flecken und Quaddeln hervorrufen.
- Temperaturschwankungen
Plötzliche Kälte oder Hitze reizt die Haut mancher Kinder.
Zudem können Medikamente oder Antibiotika Nesselsucht triggern. Bei Kindern ist sie meist mild und zu Hause behandelbar. Antihistaminika in Tablettenform lindern Symptome effektiv. Eine Kortisoncreme (0,5–1 %) spendet oft rasche Erleichterung vom Juckreiz.
Verschlimmert sich der Ausschlag trotz Therapie oder tritt Angioödem auf, suchen Sie umgehend einen Arzt auf. In schweren Fällen kann Adrenalin die Reaktion stoppen.
Was ist Nesselsucht?
Urtikaria, auch Striemen oder Quaddeln genannt, zeigt sich als rote, juckende Hautläsionen unterschiedlicher Größe. Typisch: Blassroter, geschwollener Mittelpunkt mit rotem Hof.
Ursachen von Nesselsucht bei Kindern
Meist allergisch bedingt, ist die genaue Ursache oft schwer zu ermitteln. Akute Formen dauern bis 24 Stunden und deuten auf Auslöser wie neues Shampoo, Insektenstich, Nahrung oder Tierkontakt hin. Chronische Nesselsucht (über Wochen/Monate) deutet häufig auf Nahrungsmittel oder Medikamente. Bei Kindern selten; testen Sie die Ernährung und lassen Sie Allergien abklären.
Symptome von Nesselsucht bei Babys und Kindern
- Plötzlicher roter Ausschlag mit Juckreiz.
- Striemen an verschiedenen Körperstellen.
- Aufflammen, Jucken, Schwellung, Verschwinden und Neuentstehen anderswo.
- Zyklische Episoden über Tage/Wochen.
- Chronische Form: über 6 Monate.
Anaphylaktischer Schock
Selten, aber gefährlich: Nesselsucht kann zu Atembeschwerden, Übelkeit, Sehstörungen, Niesen oder Bewusstlosigkeit führen – innerhalb einer Stunde.
Diagnose der Urtikaria
Zunächst visuelle Inspektion. Dann Anamnese: Erstes Auftreten, Ernährung, Medikamente, Tierkontakt, Stiche, Familiengeschichte.
Behandlung
Je nach Schwere: Von mild bis schwer. Benadryl ist bei Kleinkindern bewährt.
1. Antihistaminika
Cetirizin reduziert Juckreiz und Schwellung bei generalisierter Nesselsucht.
2. H2-Blocker
Cimetidin oder Ranitidin (oral/injiziert); mögliche Nebenwirkung: Magenbeschwerden.
3. Kortikosteroide
Prednison kurzfristig, falls Antihistaminika versagen.
4. Asthmamedikamente
Omalizumab-Injektion lindert ohne starke Nebenwirkungen (teurer).
5. Kombitherapie
Antihistaminika + Asthmamedikament bei Extremfällen; beobachten Sie Stimmungsveränderungen.
6. Immunsuppressiva
Bei Chronik: Cyclosporin/Tacrolimus; Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen möglich.
Komplikationen
Akute/chronische Formen können tiefe Schwellungen verursachen und das Kind emotional belasten.
Angioödem (Riesenquaddeln)
Flüssigkeitsansammlung in tieferen Hautschichten; betrifft Augen, Lippen, Genitalien. Führt zu Stress.
Juckreiz lindern

Kaltes Bad/Dusche spült Allergene ab und kühlt. Beruhigende Cremes helfen.
Hausmittel
- Bereich waschen.
- Kaltes Bad mit Natron.
- Kalte Kompresse.
Pflege-Tipps
- Vermeiden Sie Kratzen.
- Lockere Kleidung.
- Keine Extremtemperaturen.
Wann zum Arzt?
- Kein Abklingen nach Tagen (akut).
- Bei erstem chronischen Anzeichen.
- Schwere Reaktionen sofort.
Nesselsucht bei Kindern ist meist harmlos und schnell heilbar – wie eine Erkältung. Mit Pflege und Medikamenten ist Ihr Kind bald wieder fit.
