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Hyperakusis bei Kleinkindern: Symptome erkennen, diagnostizieren und behandeln

Hyperakusis bei Kleinkindern: Symptome erkennen, diagnostizieren und behandeln

Hyperakusis, auch extreme Hörempfindlichkeit genannt, ist oft schwer zu diagnostizieren, da die Symptome hauptsächlich verhaltensbedingt auftreten. Als Eltern können Sie mit einem guten Verständnis der Anzeichen frühzeitig reagieren. Wir erläutern die wichtigsten Punkte basierend auf klinischer Expertise.

Macht Ihr Kind bei Geräuschen wie einem Staubsauger, einer Autohupe oder klappernden Töpfen einen Bogen? Außer einer natürlichen Abneigung gegen Lärm könnte dies auf Hyperakusis hindeuten. Dieser Zustand zeigt sich vor allem im Verhalten – wir helfen Ihnen, die Signale zu deuten.

Hyperakusis bei Kleinkindern: So lesen Sie die Anzeichen richtig

  • Was ist Hörempfindlichkeit bei Kleinkindern?

    Hyperakusis bedeutet eine übermäßige Empfindlichkeit gegenüber Alltagsgeräuschen, die bei anderen normal wirken. Dies verursacht Schmerzen und Unbehagen. Häufig tritt sie bei Kindern mit Autismus, Zerebralparese oder Asperger-Syndrom auf. Mögliche Ursachen sind Kopfverletzungen, schwere Ohrinfektionen, Viren oder Medikamentennebenwirkungen.

  • Diagnose von empfindlichen Ohren bei Kleinkindern

    Bei Verdacht auf ungewöhnliches Verhalten gegenüber Geräuschen konsultieren Sie einen HNO-Arzt. Dieser führt einen umfassenden audiologischen Test durch, erfasst die Krankengeschichte und eine medizinische Untersuchung. Ein simpler Hörtest kann den Zustand oft klar feststellen.

  • Verhaltenssymptome

    Zeigt Ihr 12 Monate altes Baby empfindliche Ohren? Selbst wenn es noch nicht spricht, wird es an lauten Orten aggressiv, weint oder schreit. Solche Geräusche können Fluchtverhalten auslösen oder zu Niedergeschlagenheit führen. Betroffene Kinder haben oft Konzentrationsprobleme in der Kita oder Schule.

  • Körperliche Symptome

    Das markanteste Zeichen ist die Reflexreaktion auf laute Geräusche: Hält das Kind sich die Ohren zu, wirkt verwirrt, produziert stereotype Laute, wird zornig oder wirft Gegenstände? Diese Auffälligkeiten erfordern eine Untersuchung.

  • Behandlung von empfindlichen Ohren bei Kleinkindern

    Es gibt keine chirurgische oder medikamentöse Heilung. Eine Klangtherapie ist jedoch wirksam: Sie trainiert das auditive Zentrum im Gehirn, Alltagsgeräusche zu tolerieren. Das Kind trägt ein Gerät am betroffenen Ohr, das sanfte, kontinuierliche Töne abspielt. Nach 3 Monaten bis zu 2 Jahren nimmt die Empfindlichkeit typischerweise ab.

Unbehandelte Hyperakusis kann zu langfristigen Problemen führen. Achten Sie als Eltern auffrächtig auf Warnsignale und fördern Sie spielerisch die Geräuschverträglichkeit, etwa durch Klatschen oder Musikinstrumente.