Mit dem nahenden Grippesaison ist eine Impfung für Sie und Ihre Kinder der beste Schutz. Die Grippe, verursacht durch Influenzaviren, ist hoch ansteckend und kann von leichten Symptomen bis zu schweren Komplikationen, Krankenhausaufenthalten oder sogar Tod führen. Die jährliche Impfung ist die effektivste Präventivmaßnahme und reduziert das Infektionsrisiko erheblich. Für Nadelängstliche bietet der Nasenspray-Impfstoff eine attraktive Alternative.
Was ist der Nasenspray-Grippeimpfstoff?
Der nasale Grippeimpfstoff, auch Live Attenuated Influenza Vaccine (LAIV) genannt, wird vom Arzt in die Nase gesprüht. Er enthält abgeschwächte Lebendviren, die den Körper zur Produktion schützender Antikörper anregen. So entsteht Immunität gegen das Grippevirus. Als jährlicher Impfstoff schützt er saisonal vor Erkrankungen.
Wer sollte sich impfen lassen?
Experten empfehlen die Grippeimpfung – sei es als Spritze oder Spray – für alle, um sich und andere zu schützen. Besonders priorisiert werden Hochrisikogruppen bei Impfstoffmangel. Geeignet sind:
- Personen von 2 bis 50 Jahren.
- Gesunde, nicht schwangere Personen.
Hochrisikogruppen umfassen:
- Kleine Kinder.
- Personen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Diabetes, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-/Neurologieproblemen.
- Immunsupprimierte Personen (z. B. durch Medikamente oder HIV).
- Frauen, die in der Grippesaison schwanger werden könnten.
- Mitarbeiter in Pflegeheimen und Gesundheitswesen.
- Personen mit Adipositas.
- Betreuer dieser Gruppen.
Wem ist der Nasenspray-Impfstoff kontraindiziert?
Trotz breiter Empfehlung eignet er sich nicht für alle. Nicht verwenden bei:
- Kindern unter 2 Jahren.
- Erwachsenen ab 50 Jahren.
- Schwangeren.
- Allergikern gegen Grippeimpfstoffe.
- Personen nach Einnahme antiviraler Grippe-Medikamente in den letzten 48 Stunden.
- Immunsupprimierten Personen.
- Ihren Betreuern.
- Kindern 2–4 Jahre mit Asthma oder häufigen Infekten.
- Kindern 2–17 Jahre unter Aspirin/Salicylaten.
- Personen mit Vorerkrankungen.
- Menschen mit Cochlea-Implantaten.
- Ohne Milz oder mit defekter Milz.
Aufbau des Grippeimpfstoffs
Injektionsimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren, der Nasenspray lebensgeschwächte. Die Zusammensetzung wird jährlich angepasst. Die WHO gibt zweimal jährlich Empfehlungen, basierend auf Virusmutationen und Vorhersagen. Für 2020/2021 war er quadrivalent mit Influenza A(H1N1), A(H3N2) und zwei B-Stämmen. So bildet der Körper passende Antikörper.

Vorsichtsmaßnahmen bei Nasenspray-Anwendung
Beachten Sie:
- Kein Nasenspray für Babys 6 Monate–2 Jahre (andere Impfung).
- Asthmaleidende ab 5 Jahren: extra Vorsicht.
- Bei Herz-, Lungen-, Nierenproblemen oder Komplikationsrisiko: Vorsicht.
- Guillain-Barré-Patienten: 6 Wochen nach Impfung beobachten.
- Bei mittelschwerer/schwerer Erkrankung (mit/ohne Fieber): abwarten.
- Betreuer Immunsupprimierter: 7 Tage Distanz halten.
- Bei Fieber/Infekt: Arzt konsultieren.
Wirksamkeit des Grippesprays
Die Wirksamkeit schwankt jährlich je nach Virusabstimmung, Alter und Gesundheit. Sie hängt von der Übereinstimmung der Impfstoffstämme mit zirkulierenden Viren ab.
Spritze oder Spray: Was ist besser?
Beide sind wirksam. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten – er kennt Ihren Gesundheitszustand am besten.
Mögliche Nebenwirkungen
Meist mild und vorübergehend. Bei Kindern: Durchfall, Erbrechen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Keuchen, leichtes Fieber, Muskelschmerzen. Bei Erwachsenen: Kopfschmerzen, Erkältungssymptome, laufende Nase, Muskelschmerzen. Selten Ohnmacht oder Allergien (1:1000). Bei schweren Reaktionen: sofort Arzt aufsuchen.
Grippe ist ernst zu nehmen, besonders bei Risikogruppen. Regelmäßige Impfupdates schützen trotz Mutationen. Prävention ist der Schlüssel.