Wenn wir ein unkompliziertes Leben führen wollen, greift das Schicksal oft ein – zum Guten oder Schlechten. Vor drei Jahren erlebte ich etwas Ähnliches. An einem ereignisreichen Abend, während ich für eine Medienorganisation arbeitete, trafen sich unsere Blicke inmitten des Trubels bei der Abschlussgala. Vier Sekunden reichten, und wir wussten: Wir mussten reden. Ich kannte ihn nicht einmal. Hätte Gott vom Himmel zugesehen, es wäre wie James Blunts 'You're Beautiful' gewesen – dein Gesicht in der Menge, und ich weiß nicht, was ich tun soll, denn ich werde nie bei dir sein. Ich bin verheiratet. Glücklich verheiratet. Dieser Moment war ein göttlicher Funke, den viele Liebe nennen würden. Für mich war es eine tiefe Verbindung. Etwas flüsterte: Das ist nicht das Ende.Einige Tage später sah ich ihn wieder bei einem Meeting, wo er präsentierte. Mein Erröten verriet ihm, dass wir beide uns an diese Verbindung erinnerten. Er gehörte zum Marketingteam meines Büros, und ich sollte mit ihm an meinem nächsten Projekt arbeiten. Oh je! Ich musste Abstand halten. Gott half nicht länger – er liebte dieselbe Musik, Filme, Farben, das Essen und Autos wie ich. Alles passte perfekt. Diese Verbindung hielt an, bis er kam und mein Leben veränderte.
Er hatte gekündigt für einen besseren Job und würde in 20 Tagen gehen. Mein Herz stockte. Warum? Ich liebte meinen Mann, mein Leben war perfekt. Doch nun diese Wendung. Wir verabschiedeten uns wie von einem beliebten Kollegen – er war zu anständig, um eine Verheiratete anzumachen. Er respektierte Frauen, mich eingeschlossen, obwohl er wusste, dass ich mich verliebte. Glücklich verheiratet. Und er war fünf Jahre jünger. Seine Liebe leuchtete aus seinen Augen; jeder sah es. Doch er wollte nie mehr als meine Gesellschaft.
Er ging. Ich fühlte mich wie auf einer einsamen Insel. Ja, ich vermisste ihn. Die Leidenschaft in seinen WhatsApp-Nachrichten war überwältigend – eine Liebe, von der Frauen träumen. Doch ich musste ehrlich sein. Als er kam, um seine Abrechnung zu holen, trafen wir uns. Ich sagte es ihm. Und ich habe ihn nie glücklicher gesehen. Ich liebte ihn, ohne Grund dafür zu kennen. Es war ein Eingeständnis der Wahrheit.
Unsere Beziehung ist wie unter besten Freunden, doch ich rufe ihn, wenn mein Herz rast, und spüre, ob es ihm gut geht. Bis heute. Diese Liebe aus Romanen und Liedern ist real. Manche nennen es Affäre, ich sage: Liebe. Sie kann zweimal mit zwei Menschen gleich intensiv sein. Ich wünsche ihm eine Frau, die ihn ewig liebt. Unsere Bindung nehmen wir still mit ins Grab. Vielleicht im nächsten Leben. Die größte Liebe bleibt oft unerfüllt.
- Von Parvati Bakshi