Leserfrage: Hallo, ich bin 28 Jahre alt und vor drei Monaten in einer arrangierten Verlobung eingegangen. Alles scheint gut zu laufen – mein Verlobter ist gebildet, liberal und ein echter Gentleman. Doch ich habe meine letzte Trennung noch nicht verarbeitet. Ich vermisse meinen Ex-Freund, vergleiche seine Gewohnheiten mit denen meines Verlobten und bin von unseren gemeinsamen Erinnerungen – guten wie schlechten – heimgesucht. Seit über einem Jahr habe ich nicht mit ihm gesprochen. Ist es ratsam, in diesem Zustand zu heiraten? Die Hochzeit steht im Dezember, und ich möchte die Gefühle meines Verlobten nicht verletzen. – AnonymAntwort von Rachana Awatramani: Es ist für viele Menschen eine echte Herausforderung, nach einer Trennung weiterzumachen. Wichtig ist jedoch, sich vor Augen zu halten, warum die Beziehung endete.
Ich verstehe Ihre Situation: Mit 28 Jahren verlobt mit einem gebildeten, liberalen Gentleman, werden Sie dennoch von Erinnerungen an Ihren Ex verfolgt, obwohl der Kontakt seit einem Jahr abbricht. Ich rate Ihnen dringend, zu reflektieren, was Sie wirklich stört. Eine professionelle Beratung bei einem Psychologen kann helfen, diese Emotionen aufzuarbeiten und mit der Vergangenheit abzuschließen.
In dieser emotionalen Phase ist eine Heirat nicht ideal. Da es sich um eine arrangierte Verlobung handelt, sollten Sie die Konsequenzen einer Verschiebung oder Auflösung sorgfältig abwägen.
Erstens: Ihr Ex ist Vergangenheit – eine Rückkehr würde nichts ändern. Zweitens: Ihre Verlobung ist die Gegenwart und verdient Ihre volle Aufmerksamkeit. Drittens: Die Zukunft ist ungewiss, daher lohnt es nicht, sich jetzt damit zu belasten.
Es ist normal, Gewohnheiten zu vergleichen, doch beide Männer sind unterschiedliche Persönlichkeiten mit einzigartigen Eigenschaften. Eine voreheliche Beratung könnte weitere Klarheit bringen.
Rachana Awatramani ist beratende Psychologin bei Insight Counseling Services in Mumbai.
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