Wovor fürchten Sie sich am meisten auf dieser Welt? Vor Stürmen in der dunklen Nacht, schwindelerregenden Höhen oder davor, Ihren eigenen Erwartungen nicht zu genügen? Meine größte Furcht war lange das Scheitern – trotz aller Mühe meine Ziele nicht zu erreichen. Der Pfad zu den eigenen Leidenschaften ist nie einfach. Wäre es so, wäre die Welt ein glücklicherer Ort. Schlimmer noch: Oft entpuppen sich die nächsten Vertrauten als Schönwetterfreunde. Sie lassen einen im Stich oder untergraben das Selbstvertrauen mit scheinbar harmlosen Worten. Plötzlich ringt man mit Selbstzweifeln, die jede Motivation ersticken.
Nach einem harten Jahr, in dem ich trotz aller Anstrengungen scheiterte, wandten sich sogar die mir Nächsten ab. Am Ende meiner Kräfte wollte ich aufgeben – obwohl ich tief drin wusste, dass Durchhalten meinen Traum verwirklichen könnte. Schlaf- und ruhelos versank ich in Depressionen und wurde zu einem Schatten meiner fröhlichen Selbst.
Eines Sonntagabends am Strand traf ich ein kleines Mädchen, das unermüdlich eine Sandburg baute. Wellen spülten sie immer wieder weg, doch sie gab nicht auf. Sie füllte ihren Eimer neu und baute weiter. „Es wird nie halten, Süße“, sagte ich lachend. Ihr zahnloses Lächeln schmolz mein Herz: „Mama sagt, ich soll immer fertig machen, was ich anfange. Ich versuche es, bis ich nach Hause muss oder nächste Woche wiederkomme.“
Tränen in den Augen starrte ich sie an. Wenn dieses Kind nicht aufgab, warum sollte ich meinen großen Traum aufgeben? Ich küsste sie auf die Stirn und ging summend davon.
Zu wissen, dass ich finden werde,
Die Bedeutung dessen, was endlich kostenlos ist!
Zu wissen, dass ich finden werde,
Bringt ein Gefühl der Glückseligkeit
An meine müde Seele.
Te-da-da-da-dum.
Denn jetzt bin ich frei,
zu verfolgen,
Die Wünsche meines Herzens.
Te-da-da-da-dum.
Um zu wissen, dass ich finden werde…
Mein kleiner Engel vertrieb die Zweifel, die meine Leidenschaften fesselten. Sie verblassten mit der untergehenden Sonne im Meer.
– Von Vyomi Malik