Einen streunenden Hund zu adoptieren war die beste Entscheidung meines Lebens. (Repräsentatives Bild)
Es war ein kalter Dezembermorgen, als ich sie und ihre Geschwister vor unserem Tor fand. Sie drängten sich eng aneinander, um sich gegen die Kälte zu schützen. Als ich versuchte, einen der Welpen aufzuheben, kam ein erwachsener Hund angerannt. Schnell wurde mir klar: Das musste die Mutter sein.
Ich holte eine Schüssel warmer Milch und eine alte Decke. Sobald die Hündin das Futter sah, ließ ihr drohendes Knurren nach und wich einem freudigen Winseln und wedelndem Schwanz. Die drei kleinen Welpen umringten mich, als ich die Schüssel und Decke in eine Ecke stellte.
Daraus wurde eine tägliche Routine. Jeden Morgen warteten die drei kleinen „Teufel“ und ihre Mutter sehnsüchtig auf mich. Ihr Anblick hellte meinen Tag auf. Nach ein paar Wochen waren aus den pelzigen Bällchen junge Hunde geworden.
Eines Tages kamen sie nicht. Zum ersten Mal seit drei Monaten fehlte die kleine Familie. Drei Tage lang wartete ich vergeblich, und ich gab die Hoffnung langsam auf. Am vierten Morgen, auf meinem Spaziergang, spürte ich Schritte hinter mir. In einer einsamen Seitenstraße beschleunigte ich, doch die Geräusche folgten. Plötzlich ein vertrautes Knurren aus einem Busch. Dort war einer der Welpen – sie bellte den Fremden hinter mir an. Der Mann verschwand, ohne sich umzudrehen. Ob er mir wirklich folgte oder es Einbildung war, weiß ich bis heute nicht. Aber dieser Vorfall machte den Welpen zu einem untrennbaren Teil meines Lebens.
Ich nahm sie mit nach Hause. Meine Mutter nannte sie Puali (assamesisch für „die Kleine“). Wir warteten auf die Rückkehr der Familie, doch sie kamen nie. Wahrscheinlich hatten sie ein neues Zuhause gefunden. Puali passte sich schnell an und wurde das Lieblingstier meiner Mutter sowie die Anführerin unserer Hunde.
Sie bringt uns täglich zum Lachen – schelmisch und frech, wenn nötig. Zehn Jahre nach ihrer Ankunft wächst sie stark und groß heran, doch für mich bleibt sie der mutige kleine Welpe, der mich gerettet hat.