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Soziale Medien verlassen: Die beste Entscheidung meines Lebens – Meine echte Geschichte

Soziale Medien verlassen: Die beste Entscheidung meines Lebens – Meine echte GeschichteRepräsentatives Bild (Quelle: Pexels.com)
Es war einer dieser Abende. Wir hatten gerade zu Abend gegessen und lagen entspannt auf dem Bett. Die angenehme Stille wurde von den ständigen Benachrichtigungstönen unserer Smartphones durchbrochen. Meine Frau lag nur eine Armlänge entfernt. Ihre Lippen kräuselten sich zu einem sanften Lächeln, während sie gebannt auf ihr Display starrte – wie ein Kind, das ein Geschenk auspackt.

Plötzlich wurde mir klar: Dieses Lächeln galt nicht mir. Ihr Blick klebte am Bildschirm. Es hätte alles Mögliche sein können – ein lustiges Video auf Facebook oder eine Nachricht von einem Freund. Sie war mir so nah und doch Welten entfernt.

'Was liest du?', fragte ich.
'Was?', erwiderte sie, ohne aufzuschauen.

Ich schwieg und starrte sie sieben lange Minuten an. Sie bemerkte es nicht einmal, so vertieft war sie in ihr Handy.

'Wann sind wir dieses Paar geworden?', murmelte ich.
'Welches Paar?'
'Diejenigen, die unter einem Dach leben, aber unter einer Decke aus Schweigen stecken!'

Nun hatte ich ihre Aufmerksamkeit. Sie hielt mir ihr Handy hin: 'Ich hab gerade dein Foto auf Facebook kommentiert. Es ist urkomisch – schon 57 Kommentare!'

Ich war baff. Vor vier Stunden war ich aus dem Büro heimgekommen und hatte bereits sieben Bilder auf Instagram gepostet, Tweets über die Kerala-Flut retweetet und Fotos auf Facebook hochgeladen – darunter eins mit meiner Frau vom Wochenende. Tatsächlich: Ihr Kommentar lautete 'Ich mag dich in Blau'. Ich hatte nie gewusst, dass sie das mag – und erfuhr es erst durch ihren öffentlichen Post, während wir im selben Bett lagen!

Das war der Moment: Ich musste aufhören. Ich legte eine Social-Media-Pause ein.

Einen Monat nach dem Social-Media-Detox
Es fühlte sich anders an. Das Lachen meiner Frau erfüllte unser Schlafzimmer, als ich von meinem Bürotag erzählte. Doch dann klingelte ihr Handy im Nebenzimmer, und sie eilte hin.

Nach unserer Entscheidung, Social Media zu meiden, legten wir klare Regeln fest: Keine Handys oder Laptops im Schlafzimmer, keine Anrufe nach 22 Uhr, wöchentliche Treffen mit Freunden bei einer Tasse Kaffee – nicht virtuell über Plattformen.

In diesem Monat veränderte sich alles. Ich verbrachte echte Qualitätszeit mit meiner Familie. Statt online zu chatten, traf ich Freunde persönlich. Am beeindruckendsten: Die tiefe Entspannung danach. Kein Druck mehr, Urlaube zu toppen, weil Freunde auf Facebook prahlten. Wir genossen unser Essen, statt es zu fotografieren. Die Hektik, 'auf dem Laufenden' zu sein, war weg. Ich lebte mein Leben, las, was ich wollte.

Anfangs war es hart – in der ersten Woche ein echter 'kalter Entzug'. Ich sehnte mich danach, die Accounts neu zu aktivieren. Doch ich hielt durch.

Einen Monat nach dem Löschen von Twitter, Facebook, Instagram und allem anderen: Es war die beste Entscheidung meines Lebens!

— Von R. Kashyap