DeuAq.com >> Leben >  >> Familie

Tamasha: Der Film, der mein Leben verändert hat – Meine Reise zur wahren Leidenschaft

Tamasha: Der Film, der mein Leben verändert hat – Meine Reise zur wahren LeidenschaftVor ein paar Tagen habe ich 'Tamasha' mit Ranbir Kapoor und Deepika Padukone gesehen – und der Film lässt mich nicht los. Im Kino war ich die Einzige, die völlig in Veds Geschichte versunken war, während das Publikum gelangweilt wirkte. Ved, der Protagonist, steckt in einer starren Routine fest, ohne Platz für Spontaneität oder Träume. Die Tara, die er vor vier Jahren traf, erkennt den heutigen Ved kaum wieder. Der Film dreht sich um seine inneren Kämpfe in diesen vier Jahren.

Imtiaz Alis Werk ist vielleicht nicht sein Bestes, doch die Botschaft ist kraftvoll und nachhaltig.

Die Geschichte hat mich tief berührt, weil ich mich mit Ved identifizieren konnte. In der Schule war ich das ernsthafte, geekige Mädchen: kein Sport, keine lustigen Aktivitäten. Nervös wegen der Noten, schüchtern und zurückgezogen. Nicht durch Druck von außen, sondern einfach so – oder wie ich glaubte. Dieses stille Selbst wurde meine Identität, geprägt als 'fleißig'.

Ich erinnere mich an unser Schulpicknick: Im Bus tanzten fröhliche Mädchen, ich stand auf und tanzte mit – es fühlte sich befreiend an. Doch am nächsten Tag fragte ein Junge: 'Was war los mit dir? Das passt gar nicht zu dir!' Da wurde mir klar: Ich war in dieser Rolle gefangen und müsste damit leben.

Seitdem blieb ich der ernsten Persönlichkeit treu, aus Angst vor dem Urteil anderer. Ich wollte Journalismus studieren, wählte stattdessen Mikrobiologie – und merkte schnell, es war nichts für mich. Man riet mir ab: 'Du bist für Forschung gemacht.' Nach dem Abschluss wechselte ich: MBA in HR, immer noch notenfixiert.

Fünf Jahre im Konzernaufbau: Fleißig, ideenreich, ausgezeichnet von Vorgesetzten. Doch ständig fragte ich mich: Was denken Kollegen? Sind Chefs zufrieden?

Dann drehte sich alles um. Ich ließ alles hinter mir und zog in die USA – mit abhängigem Visum. Das war der Wendepunkt. Ich begann zu schreiben, lockerte mich. Mein liberaler, unterstützender Ehemann half dabei. Nach der Hochzeit entspannte ich mich schon etwas, doch das Schreiben brachte Euphorie. Endlich tat ich, was ich liebe! Es löste Ängste, ließ mich ausbrechen und mich neu erfinden – oder endlich ich selbst sein.

Das Mädchen, das stets Zustimmung suchte, braucht sie heute nicht mehr. Es trägt, was es will, geht aus, motiviert andere, spontan verrückt sein, lacht herzlich.

Vor zwei Jahren in Indien zur Hochzeit meiner Schwester: Nur drei enge Freunde getroffen in zwei Monaten. Heute führt mich das Schreiben zu neuen Orten und Leuten – in 15 Tagen viele alte und neue Freunde. Alle bemerken die Veränderung: Eltern beeindruckt, Schwiegereltern halten mich für wiedergeboren. Sie lieben das sprudelnde, lachende Ich.

Wollte ich immer so sein? Tief drin ja. Ohne USA? Wahrscheinlich nicht. Glücklich damit? Absolut!

Für alle in der falschen Rolle: Lasst los und folgt eurer Leidenschaft! Finanzielle oder familiäre Pflichten hin oder her – fangt nebenberuflich an, als Hobby oder beruflich. Nichts ist erfüllender als das Geliebte zu tun!

Ved lebt sein Tamasha glücklich, ich meine Worte. Folgt ihr eurem?
Geschrieben von Pradnya Vernekar (https://dreamsarray.blogspot.in/)