Warum Frauensicherheit in Delhi NCR immer noch ein Witz ist (repräsentatives Bild)
Es war ein typischer Abend: Ich fuhr als Journalistin von meinem Büro in Noida nach Hause nach Lajpat Nagar. Spätshifts und der dichte Verkehr auf der DND (Delhi-Noida Direct Flyway) waren Routine für mich. Doch am 21. November – einem Datum, das ich nicht vergessen werde – ereignete sich etwas Unerwartetes auf der stark befahrenen Brücke über den Yamuna-Fluss. Der Stau ließ die Autos nur im Schneckentempo vorankommen, maximal im zweiten oder dritten Gang. Ich war bei den Geräuschen des Verkehrs entspannt, als ein lauter Knall mein Fahrzeug von hinten rammte und mich fast vom Sitz schleuderte. Zum ersten Mal spürte ich, wie lebensrettend der Sicherheitsgurt ist. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass ich keine schweren Verletzungen hatte, stieg ich aus und stellte die beiden Insassen des schuldhaften Wagens zur Rede.
„Kannst du nicht fahren?“, brüllte ein Mann Mitte zwanzig sofort, sobald er mich sah. Er wirkte leicht angetrunken. Erschüttert von dem Unfall konterte ich: „Warte mal – du bist von hinten aufgefahren!“
Der Fahrer war perplex; offenbar hatte er nicht erwartet, dass eine alleinstehende Frau so selbstbewusst reagiert. Der Beifahrer mischte sich ein: „Du hast die Notbremse gezogen, deswegen sind wir reingekracht. Als Fahrerin solltest du vorsichtiger sein.“
„Notbremse bei laufendem Verkehr im ersten Gang? Scherz! Selbst wenn, rammt man kein stehendes Auto“, rief ich. „Ich rufe die Polizei.“ Ich wählte die Helpline 1095, doch die Leitung war besetzt. Hilflos stand ich da.
Die beiden nutzten die Gelegenheit, bedrohten mich verbal mit Slang und wollten abhauen. Glücklicherweise fotografierte ich ihr Kennzeichen rechtzeitig. „Beschwer dich, so viel du willst“, warfen sie mir noch zu.
Fassungslos versuchte ich es weiter mit der Helpline. Nach einer halben Stunde nahm jemand meine Beschwerde auf, notierte das Kennzeichen und versprach, die Polizei zu alarmieren und das Fahrzeug zu stellen. Erleichtert kam ich zu Hause an und wartete auf Ergebnisse.
Wochen später: nichts.
Heute danke ich meinem Glücksstern. Nach diesem Vorfall trage ich vielleicht eine Bhagavad Gita, Bibel oder Koran bei mir – denn Gebete schützen offenbar besser als die Behörden der Hauptstadt!