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Die Lektion aus meiner Depression: Warum Glück wichtiger ist als Karriere

Die Lektion aus meiner Depression: Warum Glück wichtiger ist als KarriereAls 26-jährige Diplom-Ingenieurin unterrichtete ich an einer Ingenieurschule in meiner Heimatstadt – ein Job, den ich liebte, und führte ein zufriedenes Leben. Zufällig bekam ich die Chance auf ein PhD-Interview am IIT und wurde prompt ausgewählt. Meine Familie freute sich riesig, nur wenige zeigten Neid auf meine Erfolge. Etwas verunsichert, aber entschlossen, trat ich das Programm an.

Dann begann die dunkelste Phase meines Lebens. Allein, unglücklich, von Heimweh geplagt und emotional labil, verstand ich zunächst nicht, was mit mir geschah. Am Wochenende floh ich in meine Heimatstadt, weinte viel. Meine Eltern mahnten mich, als erwachsene Frau unabhängig zu sein, doch sie waren ratlos und traurig über ihre verzweifelte Tochter. Wie ironisch: Alle Probleme kamen auf einmal. Ich erkrankte an Dengue und Schilddrüsenproblemen, mein Zustand verschlechterte sich rapide.

Eines Tages kam ich heim und verkündete: „Ich verlasse das IIT.“ Meine Eltern unterstützten mich voll und ganz: „Dein seelisches Wohl und Glück zählen mehr als Studium oder Karriere.“ Obwohl meinem Vater der berufliche Erfolg seiner Kinder am Herzen liegt, weigerte er sich, mich zurückzuschicken. Zu Hause ohne Job fühlte ich mich dennoch unzufrieden.

Meine Eltern dachten, Arbeit würde helfen, und ich bewarb mich am National Institute of Technology in meiner Stadt. Wieder ausgewählt, kehrte ich ans College zurück – und die vertraute Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Weinkrämpfe holten mich ein. Früher versteckte ich mich im College-WC zum Weinen. Schließlich erkannten meine Eltern das Muster.

Auf Vaters Rat suchte ich einen Psychiater auf. Die Diagnose: Depression, vier Monate lang unerkannt. Ich bekam Medikamente. Der Arzt erklärte: „Es ist wie bei körperlichen Erkrankungen – es kann jeden treffen.“ Ich akzeptierte es und startete die Therapie mit unerschütterlichem Glauben an die Heilung.

In dieser Krise standen Familie und bester Freund wie Felsen zu mir. Depression kann jeden jederzeit ereilen. Es geht im Leben darum, Kämpfe anzunehmen. Ich bin dankbar für diese Phase, die mich zu einer stärkeren, optimistischeren und emotional stabilen Person formte.

Heute bin ich vollständig genesen. Meine Reise vom IIT zum NIT lehrte mich: Es dreht sich nicht um Karriere. Glück ist das größte Kapital, alles andere sekundär. Liebe bewegt die Welt – dank der bedingungslosen Unterstützung meiner Eltern stellte ich mich allen Herausforderungen.

– Von Rini Thakur