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Einsamkeit trotz Freunde und Familie: Meine persönliche Erfahrung als Journalistin

Einsamkeit trotz Freunde und Familie: Meine persönliche Erfahrung als JournalistinEs ist ein unterschätztes Gefühl, das sich wie ein Pendel in mein Leben schwingt – langsam, aber unaufhaltsam. Es gibt Tage, an denen ich spüre, wie es sich nähert. Egal, wie sehr ich mich mit Freunden und Familie umgebe, es schleicht sich ein und macht sich bemerkbar.

Wir alle kennen Einsamkeit, doch wenige unterscheiden sie vom bloßen Alleinsein. Als Journalistin in den elektronischen Medien bin ich ständig unterwegs: Nachrichten jagen, Inhalte produzieren – auch wenn es ruhige Phasen gibt, bleibt der Druck, das Publikum zu fesseln. Als ich meinen Eltern von meiner Einsamkeit erzählte, reagierten sie besorgt. Meine Mutter riet zu einem Urlaub mit meinem Mann, mein Vater ahnte Probleme in der Ehe. Meine Freunde kannten meinen Job nicht wirklich und schlugen vor: „Chill yaar! Lass uns was trinken gehen.“

Mein Mann bemerkte meine Distanziertheit und den Verlust von Freude an Dingen, die mich früher begeisterten. Aus Sorge vor einer Depression suchten wir einen Psychologen auf – doch es stellte sich heraus: Keine Depression. Es war einfach diese Einsamkeit inmitten von Menschen. Als wäre man präsent, aber unsichtbar. Traurig macht es mich nicht. Selbstmordgedanken? Absurd – ich lachte fast darüber. Es gibt keinen medizinischen Fachbegriff dafür; es trifft einfach zu, ohne Vorwarnung.

Bei unserer letzten Reise nach Goa wurde es klar: Während Freunde und Mann in einem Club in Calangute feierten, fühlte ich mich fehl am Platz. Ich entschuldigte mich und schlenderte um Mitternacht am Strand entlang. Der sternenübersäte Himmel, das Rauschen der Wellen – als sie meine Füße umspülten, fühlte ich mich lebendig. Das ist Leben: Wellen, die kommen und gehen. Es geht darum, das Beste daraus zu machen. Unter den Sternen und mit festem Boden unter den Füßen verspreche ich mir: Ich werde nie wirklich einsam sein.

- Von R. K. Kashyap, Journalistin