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Wie mein Onkel nach Scheidung und tiefen Verlusten zu neuem Lebenssinn fand – Eine wahre Geschichte der Resilienz

Wie mein Onkel nach Scheidung und tiefen Verlusten zu neuem Lebenssinn fand – Eine wahre Geschichte der Resilienz Repräsentatives Bild

Seit meiner Kindheit stand mein mütterlicher Onkel mir und meiner Mutter in jeder Krise bei. Als Jüngster in einer Familie mit zwei Brüdern und drei Schwestern war er der schelmischste und von unserer Großmutter besonders verwöhnte Sohn – trotz der knappen Mittel einer einfachen Arbeiterfamilie.

Nach dem College-Abschluss änderte sich sein Leben radikal. Er schloss sich einer rauen Clique an, trug Lederjacke, Zigaretten und sogar eine Pistole. Später landete er in einem Stahlwerk im Norden Indiens. Die Pistole und Jacke verschwanden, doch seine rebellische Haltung blieb.

Das Schicksal schlug jedoch zu: Seine Frau verließ ihn wegen Unvereinbarkeiten und nahm die Kinder mit. In den Dreißigern brach er zusammen – verlor den Job, soff, wurde reizbar und negativ. Der Tod seiner geliebten Mutter verschlimmerte alles. Die Gesellschaft mied ihn als "Versager", seine Ex hielt die Kinder fern.

Trotz seiner Fehler war er kein schlechter Mensch. Ist es ein Verbrechen, als Geschiedener zu trinken oder eine Freundin zu haben? Was bleibt, wenn Gesetz und Gesellschaft einen von der Familie trennen? Sollte man deswegen aufgeben?

Wie das Sprichwort sagt: "Wenn es hart auf hart kommt, fangen die Harten an." Mein Onkel entdeckte seine spirituelle Seite, wurde zu einem Guru, der Jugendlichen in schweren Zeiten riet. Für uns war er immer da. Trotz familiärer Konflikte eilte er bei Krisen herbei – selbst ungebeten zu den Hochzeiten seiner Kinder blieb er für sie da.

Heute ist die wilde Phase vorbei. Übrig ist ein zuverlässiger Einzelgänger, auf den man in der Not bauen kann.

– Von Siddha E. Pandya