Repräsentatives BildIch war in Elternzeit, als mein ältester Sohn fünf Jahre alt wurde und ich das zweite Kind erwartete. Ich arbeitete weiter im Homeoffice, machte Pausen und nahm den Job wieder auf, als der Jüngere sechs Monate alt war – mit Unterstützung meiner Schwiegermutter. Doch als er ein Jahr alt wurde und zu sprechen begann, war es unmöglich, stundenlange Telefonate mit Finanz- und IT-Managern zu führen. Der Kleine konnte nicht ruhig sitzen. Ich kündigte, widmete ihm meine volle Aufmerksamkeit und suchte flexible Online-Jobs ohne Telefonate.
Inzwischen besuchte mein Großer Cricket-Training. Ich lernte Autofahren auf Delhis chaotischen Straßen – Mumvais Stoßstange-an-Stoßstange-Verkehr war dagegen harmlos. Ich fand einen Job mit flexiblen Zeiten, der es mir erlaubte, Haushalt, Kinder und Abholtermine zu managen. Mein Jüngster, ein echtes Mama-Kind, begleitete mich oft zu den Terminen des Bruders.
An jenem Tag wollte der Kleine partout mit zum Training. Ich erklärte ihm, dass er nicht vorn sitzen darf – in Indien fehlt es oft an Kindersitzen. Er jammerte laut, bis ich nachgab: Er durfte hinten sitzen und mich nicht stören. Unterwegs schlief er ein. Ich parkte im Schulkelder, weckte ihn, und wir sahen dem Spiel zu. Der Kleine liebte Cricket, inspiriert von Bruder und Vater. Nach dem Spiel stiegen wir ein. Ich mahnte zur Ruhe.
Am Schultor musste ich links abbiegen, geradeaus und wenden. Im Rückspiegel sah ich eine rasende Autorikscha. Ich setzte früh den Blinker. Doch sie krachte mit hoher Geschwindigkeit in uns. Das Auto kippte auf die Seite. Menschen eilten herbei. Ich dachte nur an die Kinder – sie waren unverletzt, nickten zitternd. Die Scheibe war gerissen, der Spiegel zerstört. Ich öffnete das Fenster, versicherte allen, es gehe uns gut. Doch ich fror vor Schock.
Der alte Rikscha-Fahrer kam mit einem Mann. Dieser schrie: "Galti aapki hai, aapne auto aate dekha nahi aur turn maar liya" (Deine Schuld, du hast das Auto nicht gesehen und gewendet). Ich konterte ruhig: Ich blinkte, er raste. Die Menge wuchs. Ich fragte den Schreihals: "Aapko kya problem hai? Aapne dekha, kya hua, aapne dekha maine Indikator diya ki nahi?" Der Fahrer bestätigte schweigend: Keine Verletzungen, es tat ihm leid.
Trotz allem zitterte ich innerlich. Ich ließ den Mann toben, startete und hupte mich durch die Menge. Zu Hause prüfte ich die Kinder erneut – alles gut. Mein Großer bemerkte mein Zittern, umarmte mich. Ich saß lange da, um zur Ruhe zu kommen. Ich erzählte den Schwiegereltern und rief meinen Mann an, der die Versicherung kontaktierte.
Als Mutter war das traumatisch. Noch heute frage ich mich, wie ich heil nach Hause kam. Dieser Unfall lehrte mich die wahre Bedeutung des Lebens.
— Von Divya Venkateswaran