Als erfahrene Mutter habe ich meine Kleine an ihrem ersten Schultag begleitet. Nach zwei Jahren in meinen Armen war sie bereit, ihre Flügel auszubreiten? Ehrlich gesagt war ich besorgt, doch ihre Cleverness, ihr Charme gegenüber Fremden und ihre clevere Art, sich aus schwierigen Situationen zu manövrieren – all das hatte ich mit den Augen einer hoffnungslos verliebten Mutter beobachtet.Ich ließ sie bei ihren Mitschülern zurück und gesellte mich zu den nervösen Eltern. Plötzlich brachte ein Helfer sie weinend in den Wartebereich: „Zu viel Lärm! Ich mag das nicht.“ Andere Eltern schauten besorgt zu. Zu Hause beruhigte ich sie. Sie wollte lieber online lernen, weil sie das Geschrei der anderen Kinder nicht ertrug. Nach einem Wochenende brachte ich sie mit dem Schulbus zur Schule – mein Herz brach bei dem Gedanken, nicht da zu sein, wenn sie Trost brauchte.
Am ersten Tag berichtete sie: „Ich habe 10 Mal geweint und 3 Mal gelächelt.“ Der Lehrer hatte gesagt, weinende Kinder dürften nicht zu Müttern zurück. Am nächsten Tag versuchte sie mit Bauchweh zu entkommen, doch sie ging. Rückmeldung: „5 Mal geweint, 4 Mal gelächelt!“ Die Lücke schloss sich.
Am fünften Tag, vor der Gute-Nacht-Geschichte, gestand sie: „Mama, ich weiß, warum ich die ersten Tage weinte. Immer wenn ich an dich dachte – ‚Ich liebe dich‘, ‚Hab den besten Tag!‘, ‚Du bist mein bester Bacha‘ –, da musste ich weinen. Als ich damit aufhörte, hörte das Weinen auf. Eigentlich bedeutet das, ich gewöhne mich an die Schule.“
Heute kam sie mit einem Erden-Armband heim: „Wusstest du, dass heute der Geburtstag der Erde ist? Sag Happy Earth Day!“ Ich erwiderte: „Du bist meine Erde, mein Mond, meine Sonne, mein Universum – einen sehr, sehr glücklichen Leah-Tag!“ Sie lachte herzlich, Augen funkelnd vor Freude.