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Mein Mann ist kein guter Vater: Expertenrat für eine einheitliche Erziehung

Mein Mann ist kein guter Vater: Expertenrat für eine einheitliche ErziehungFrage: Hallo, ich bin seit 13 Jahren verheiratet und wir haben einen 11-jährigen Sohn. Mein Mann verwöhnt ihn oft und vermittelt falsche Vorbilder. Kürzlich hat er unserem Sohn erzählt, dass er seinem Studium nie viel Beachtung geschenkt hat und dennoch in seinem Geschäft erfolgreich ist. Seitdem ignoriert unser Sohn sein Lernen und beruft sich auf das Beispiel seines Vaters, wenn ich ihn zu Hausaufgaben auffordere. Leider übernimmt er auch die schlechten Gewohnheiten meines Mannes – neulich fragte er, ob er Bier trinken darf oder ob es okay ist, jemanden zu beschimpfen. Ich habe meinem Mann das erklärt, doch er findet es "lustig". Grundsätzlich halte ich ihn nicht für einen guten Vater, der unserem Sohn die falschen Lektionen erteilt. Ich fühle mich oft hilflos. Wie kann ich ihn dazu bringen, verantwortungsvoller zu sein? - Von anonym

Antwort von Frau Rachana Awatramani: Elternschaft erfordert eine enge Partnerschaft. Wenn Paare unterschiedliche Erziehungsansätze haben, entstehen Konflikte. Dennoch müssen Eltern einheitlich auftreten. Moderne Erziehungsstile verändern sich rasch, und viele Eltern kämpfen mit neuen Trends. Kinder lernen primär durch Beobachtung ihrer Eltern – daher lastet großer Druck auf uns, ein positives Umfeld zu schaffen.

Ich verstehe Ihre schwierige Lage: Ihr Mann gibt kein positives Vorbild und fördert negatives Verhalten bei Ihrem Sohn. Sie haben schon mit ihm gesprochen, doch er nimmt es nicht ernst.

Väter haben einen enormen Einfluss auf ihre Kinder, ebenso wie Mütter. Zuerst empfehle ich, innezuhalten und zu definieren, welche Werte Sie vermitteln möchten – wie Respekt vor Älteren oder Verantwortungsbewusstsein. Erstellen Sie eine neutrale Liste, die die Persönlichkeit Ihres Sohnes stärkt. Dann besprechen Sie dies ruhig mit Ihrem Mann. Nutzen Sie reale Beispiele, um zu zeigen, wie Kindheitserfahrungen die Zukunft prägen und wie Sie beide positiv beitragen können.

Zweitens lehren Sie Ihr Kind eigenständiges Denken, indem Sie beide Seiten beleuchten. Wenn er das "Erfolgs ohne Studium"-Beispiel anspricht, erklären Sie die Risiken mangelnder Bildung. Teilen Sie motivierende Geschichten mit positiven Botschaften.

Solche Erzählungen helfen Kindern, reale Herausforderungen zu verstehen. Sprechen Sie auch über Konsequenzen von Beleidigungen. Überlegen Sie, welches Vorbild Sie selbst sind: Wenn Sie das Verhalten Ihres Mannes dulden, lernt Ihr Sohn, es sei akzeptabel. Fordern Sie Teamarbeit!

Kinder sind neugierig auf Alkohol – nutzen Sie das, um offen über Risiken zu reden. Bei Bedarf holen Sie den Schulberater hinzu. Ich rate dringend, gemeinsam eine Familientherapie oder Erziehungsworkshop zu besuchen, um Erziehungsaspekte besser zu verstehen.

Frau Rachana Awatramani ist beratende Psychologin in Mumbai.

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