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Zwei unbekannte Frauen retteten meinen dreijährigen Sohn – Eine wahre Geschichte

Zwei unbekannte Frauen retteten meinen dreijährigen Sohn – Eine wahre GeschichteRepräsentatives Bild Es sind nun 28 Jahre vergangen, und mein jüngerer Sohn ist heute ein kluger 31-Jähriger. Doch noch immer läuft mir an jedem 14. Februar ein kalter Schauer über den Rücken, wenn ich an jenen dramatischen Tag zurückdenke.
Er war damals gerade erst drei Jahre alt und konnte kaum ein paar Worte sprechen. An jenem Abend stieg ich mit meinen Söhnen – dem siebenjährigen Älteren und dem Dreijährigen – in einen Nahverkehrszug, um vom Haus meiner Eltern nach Hause zu fahren. Mein Kleiner saß am Fenster und schaute neugierig hinaus. Ich erzählte meinem Älteren, dass wir aussteigen, gegenüber vom Bahnhof Chaat essen und dann nach Hause gehen würden.

Offenbar hielt ich es nicht für nötig, den Kleinen einzuweihen. Was ich nicht ahnte: Obwohl er ernsthaft aus dem Fenster blickte, belauschte er unser Gespräch.
Als wir ausstiegen, wollte ich meine Mutter anrufen, um ihr zu sagen, dass wir sicher angekommen seien und vielleicht noch zehn Minuten für Chaat brauchen würden, bevor ich nach Hause fahre und ausführlich mit ihr telefoniere (Handys gab es damals noch nicht, sogar Festnetz war eine Neuheit).
Nach dem Gespräch aus der Telefonzelle drehte ich mich um – und sah nur meinen Älteren. Ich hatte ihn gebeten, meine Tasche zu hüten, während der Kleine auf die Waage kletterte. Doch plötzlich war er verschwunden. Panik ergriff mich, mein Älterer brach in Tränen aus.

Hektisch suchten wir den Bahnhof ab, während der freundliche Vorsteher eine Durchsage machte: Ein vermisstes dreijähriges Kind in gelbem T-Shirt und Hose. Keine Reaktion. Die Uhr tickte, ich verlor die Fassung.

Viele halfen mir bei der Suche. Vor dem Chaat-Laden auf der anderen Straßenseite stand eine Polizeikabine. Ich schilderte den Vorfall, und der Beamte sagte: „Wir haben ein dreijähriges Kind in gelber Kleidung weinend in der Nähe des Ladens gesehen.“

Seine nächsten Worte ließen mich erstarren: „Zwei Damen kamen und nahmen es mit. Er schien sie zu kennen, wehrte sich nicht und zeigte ihnen sogar mit seinen kleinen Händen den Weg.“

Schockiert stand ich da. Waren das Kinderschänder? Hatten sie meinen Sohn entführt, um ihn zu missbrauchen oder Schlimmeres? Die Angst lähmte meinen Verstand.

Jemand schlug vor, nach Hause zu fahren – vielleicht war er dort. Mit einem Auto rasten wir los, mein Älterer klammerte sich verzweifelt an mich, ich betete inbrünstig.

Am Tor meines Hauses hielten meine Nachbarn die Hand meines Sohnes. Ich umarmte ihn weinend, sie atmeten erleichtert auf und fragten, wie sie mich erreichen könnten.
„Wie kam er hierher?“, fragte ich.
„Zwei Damen brachten ihn“, antworteten sie.
„Wo sind sie? Ich muss mich bedanken!“, rief ich.
„Sie sind weg, wir kennen sie nicht“, war die Antwort – zu meiner Verwunderung.

In unserer kleinen Wohngegend kannte man jeden. Doch diese Frauen waren Fremde für alle.
„Erkennt ihr sie wieder?“, fragte ich hoffnungsvoll.
Sie nickten. „Sagt mir Bescheid, wenn ihr sie seht. Ich schulde ihnen so viel Dank.“

In den 28 Jahren seither hat niemand sie je wiedergesehen. Für mich waren es Engel, die vom Himmel gesandt wurden, um mein Kind zu retten.

Mein Kleiner war allein zum Chaat-Laden gegangen, weil er unser Zug-Gespräch mitgehört und dachte, wir wären schon dort. Kinder können uns Eltern so erschrecken – doch Gott schickte seine Engel, um ihn sicher zu mir zurückzubringen.

- von Sudha Vishwanathan