DeuAq.com >> Leben >  >> Familie

Scheidung trotz anhaltender Liebe: Häusliche Gewalt und Konflikte mit der Schwiegermutter

Scheidung trotz anhaltender Liebe: Häusliche Gewalt und Konflikte mit der SchwiegermutterFrage: Ich habe im Februar 2017 geheiratet und befinde mich derzeit in einer einvernehmlichen Scheidungsphase. Der Termin für die letzte Gerichtsverhandlung ist am 22. Oktober. Mein Mann hat mich immer geschlagen, wenn ich mit ihm über seine Mutter stritt. Gegen sie kann er kein einziges Wort ertragen. Früher habe ich höflich nur die Wahrheit gesagt und nie verstanden, warum er sein aggressives Verhalten nicht kontrollieren konnte. Tatsächlich wurde er unkontrollierbar.

Als er das letzte Mal die Hand gegen mich erhoben hat, habe ich ihn wegen häuslicher Gewalt angezeigt. Ich war zutiefst wütend und sah keine andere Lösung.

Später einigten sich unsere Familien auf eine einvernehmliche Scheidung. Wir unterschrieben beide vor Gericht, ohne ein Wort miteinander zu sprechen. Ich liebe ihn immer noch und möchte ihn nicht verlieren. Doch es fällt mir schwer, mich mit seiner orthodoxen Schwiegermutter abzufinden.
Was soll ich tun? Mein Vater hat mehrmals versucht, mit meinen Schwiegereltern zu sprechen, aber sie sind wütend und wollen nicht reden. Sie haben unsere Telefonnummern gesperrt. – Anonym

Antwort von Gauri Mathur: Hallo, vielen Dank, dass Sie uns geschrieben haben. Ich verstehe, wie schwierig Ihre aktuelle und vergangene Situation für Sie ist. Sie haben Angst, ihn zu verlieren, können aber die Nähe zu Ihrer Schwiegermutter nicht ertragen. Sie fühlen sich gefangen – ich hoffe, ich kann Ihnen helfen.

Ich stelle mir den Schmerz vor, den Sie erleiden mussten. Niemand hat das Recht, Ihnen körperlich zu schaden. Die Anzeige wegen häuslicher Gewalt war ein richtiger und mutiger Schritt zur Selbstschutz. Ihr Verhalten zeigt Stärke und ist lobenswert.

Ihre Ehe steht vor einer schwierigen Entscheidung: Bleiben und die Schwiegermutter ertragen oder gehen. Ich empfehle, Ihre Gefühle und Bedenken aufzuschreiben – erstellen Sie eine Liste mit Vor- und Nachteilen des Bleibens oder Gehens. Das schafft Klarheit und fördert Selbstreflexion.

Erkennen Sie den Kreislauf des Missbrauchs: Schläge, Entschuldigungen, Versprechen – diese Phasen machen es schwer, zu gehen. Doch die Wahrscheinlichkeit einer echten Veränderung ist gering. Sie können Ihren Partner nicht ändern, aber sich selbst.

Nutzen Sie die Trennung, um sich auf Ihre Ziele zu konzentrieren. Seien Sie offen für Neues, erkunden Sie Interessen – das lenkt ab, fördert Kreativität, soziale Kontakte und persönliches Wachstum. Holen Sie sich Unterstützung.

Die größte Herausforderung ist, Ihre Bindung zu überwinden. Doch vorwärtsgehen bringt die Erleichterung und das Glück, das in dieser Ehe fehlt. Ergreifen Sie die Chance auf ein neues Leben – es führt zu wahrem Glück und Wachstum.

Gauri Mathur ist klinische Psychologin bei der IWill Therapy App von EpsyClinic.

Sie möchten kompetente Beratung für Ihre Beziehung? Senden Sie uns eine E-Mail an expertadvice.toi@gmail.com