Repräsentatives Bild
Frage: Ich bin eine 35-jährige Frau und seit sechs Jahren verheiratet. Vor meiner Ehe hatte ich einen besten Freund, mit dem ich sehr eng verbunden war. Er absolvierte damals seinen Master-Abschluss, während ich meine Karriere als Journalistin startete. Wir lernten uns in einem Trainingslager kennen und wurden für drei Jahre enge Freunde, bevor ich heiratete. Nach meinem Umzug mit meinem Mann in eine neue Stadt verlor ich den Kontakt zu den meisten Freunden. Mit ihm blieb ich jedoch sporadisch über Facebook verbunden und telefonierten einmal im Jahr, etwa zu Neujahr oder Geburtstagen.
Letzte Woche rief ich ihn an, und wir plauderten fast eine halbe Stunde. Wie immer neckte ich ihn als "meistgesuchten Junggesellen", da er mit 38 Jahren noch unverheiratet ist. Ich meinte, er werde bald 40 und es sei Zeit zu heiraten. Plötzlich fragte er: "Warum hast du geheiratet?" Ich antwortete, weil ich es wollte. Er konterte: "Ich bin nicht verheiratet, weil ich es nicht will."
Da erkannte ich: Er ist seit unserer ersten Begegnung in mich verliebt! Ich hatte alle Anzeichen ignoriert, doch er gab mir genug Hinweise. Am Telefon hielt ich den Hörer fest und weinte – er ist ein wunderbarer Mensch, und ich möchte nicht der Grund sein, dass er keine Liebe findet. Aber wie sage ich ihm das, ohne seinen sensiblen Charakter zu verletzen? Was soll ich tun?
– Anonym
Antwort von Rachana Awatramani: Zunächst muss er Ihnen klar sagen, dass er Sie liebt. Sie erwähnen Zeichen, aber hat er es explizit ausgesprochen oder dass er Ihretwegen nicht heiratet? Zweitens: Sie sind nicht für das Leben anderer verantwortlich. Die Einzige, für die Sie sorgen können, sind Sie selbst. Drittens: Suchen Sie einen Berater auf, um Ihre emotionalen Konflikte bezüglich dieser Freundschaft zu klären.
Ich verstehe: Sie sind seit sechs Jahren glücklich verheiratet, hatten vor der Ehe einen engen Freund, verloren nach dem Umzug den Kontakt zu den meisten, sprachen aber jährlich mit ihm. Sie heirateten aus freiem Willen, er nicht – aus seinem. Fühlen Sie sich schuldig? Das ist verständlich, doch es ist sein Leben. Hat er gesagt, Sie seien der Grund für seine Einsamkeit, oder ist es eine Annahme? Wenn Zweifel bestehen, sprechen Sie offen mit ihm. Auch wenn er sensibel ist: Ein ehrliches Gespräch schafft Klarheit für euch beide.
Überlegen Sie, was Sie wirklich wollen und welche Prioritäten Sie im Leben haben.
Mrs. Rachana Awatramani ist beratende Psychologin bei Insight Counseling Services in Mumbai
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