Frage: Ich bin seit sechs Jahren verheiratet. Der schlechte Sinn für Körperhygiene meines Mannes hat unsere Beziehung stark belastet. Das Problem hat sich verschärft, sodass ich mittlerweile keinen Sex mehr mit ihm haben möchte. Ich schätze gepflegte Männer – mein Mann ist das Gegenteil. Im Winter duscht er manchmal tagelang nicht, und nur nach meinem ständigen Drängen wegen seines Körpergeruchs. Zu Beginn unserer Ehe habe ich ihn ermutigt, Produkte wie Parfüm oder Gesichtscreme zu nutzen. Er lehnte ab und meinte, das sei Frauensache. Für ihn ist persönliche Pflege eine Beleidigung seiner Männlichkeit. Viele Männer in seiner Familie sind ähnlich. Wie bringe ich ihn zur Änderung? Meine Ehe steht auf dem Spiel. – Anonym Antwort von Kamna Chhibber: Kleine Alltagsprobleme können in Beziehungen zu großen Konflikten werden, wenn der Partner nicht erkennt, wie wichtig sie für Sie sind. Ständiges Wiederholen führt nur zu Frustration. Zerlegen Sie das Problem in kleine Schritte und sprechen Sie einen Aspekt nach dem anderen an. Druck auf zu viele Veränderungen gleichzeitig weckt starken Widerstand.
Teilen Sie Ihren Ekel nicht endlos – das verstärkt den Widerstand. Wählen Sie eine Sache, besprechen Sie sie ruhig und bestehen Sie darauf, bevor Sie zum Nächsten übergehen. Gewohnheiten aus der Familie sind tief verwurzelt; Veränderung braucht Zeit, auch nach sechs Jahren Reden.
Kamna Chhibber ist Leiterin der Abteilung für psychische Gesundheit und Verhaltenswissenschaften bei Fortis Healthcare.
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