Repräsentatives BildFrage: Hallo! Ich bin 38 Jahre alt, verheiratet, mein Mann ist 42. In den letzten Jahren haben wir Turbulenzen in unserem Sexualleben erlebt. Seit unserer Ehe gibt es Unterschiede in unserem Verlangen, die sich verstärkt haben. Ich habe eine stärkere Libido als er und sehne mich häufiger nach Intimität. Früher fühlte ich mich schuldig, weil ich dachte, Frauen sollten nicht so sexuell sein wie Männer. Doch ich habe erkannt, dass das Unsinn ist, und meinem Mann meine Bedürfnisse erklärt. Nichts half, also habe ich mich als 'gute Ehefrau' zurückgehalten – was mich nur unglücklicher machte. Wöchentlich brauche ich Sex, er nur monatlich. Ich fühle mich sexuell frustriert und überlege, fremd zu gehen, will ihn aber nicht betrügen. Gespräche brachten nichts. Wie reduziere ich mein Verlangen? Gibt es eine Lösung?– AnonymAntwort von Dr. Kedar Tilwe: Liebe Leserin, der Sexualtrieb verändert sich natürlich im Leben und wird von Einstellung zum Sex, Partnerschaftschemie, Beziehungsstabilität und kulturellen Normen beeinflusst. Viele Paare erleben ein Libido-Missverhältnis.
Eine offene, ehrliche, wertschätzende Diskussion ohne Vorwürfe kann helfen, wenn beide zuhören. Funktioniert das nicht, empfehle ich einen Sexologen oder Paartherapeuten für einen sicheren Raum, um Probleme anzugehen.
Versuchen Sie diese Ansätze, um Ihr Verlangen zu stillen:
– Fokussieren Sie sich auf sinnliche Berührungen statt nur Penetration. Sensate-Fokus-Übungen sind ideal.
– Nehmen Sie Druck heraus: Leistungsangst mindert Libido. Geben Sie positives Feedback, übernehmen Sie Initiative.
– Entfachen Sie Romantik neu – spontaner Sex wirkt oft besser als 'Pflicht'.
Solche Probleme sind häufig und therapierbar. Suchen Sie einen Fachmann in Ihrer Nähe.
Dr. Kedar Tilwe, Psychiater und Sexologe, Hiranandani Hospital, Vashi – A Fortis Network Hospital.
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