Meine dramatische Frühgeburt: 48 Stunden bis zum ersten Blick auf meine Tochter
Die Geburtsgeschichte meiner Tochter war ein wahrer Thriller – voller Spannung und Schreckmomente, aber mit einem glücklichen Ende. Als erfahrene Mutter mit einer komplizierten Schwangerschaft weiß ich, wie wichtig fundierte medizinische Betreuung ist. Nach einer vorangegangenen Fehlgeburt wurde mir Bettruhe verordnet, ich musste meinen Job kündigen. Mein Mann war in dieser schweren Zeit mein Fels in der Brandung.
In der 13. Schwangerschaftswoche hatte ich Blutungen, doch dem Baby ging es gut. In der 24. Woche war eine Zervixnaht notwendig, da sich der Gebärmutterhals weitetete. Am Abend des 30. April konnte ich nichts essen. Um 20 Uhr setzten menstruationsähnliche Krämpfe ein – es war die 32. Woche, mein Termin der 14. Juni. Die ganze Nacht schlief ich nicht, zählte Intervalle und wusste: Das könnten Geburtswehen sein.
Ich weckte meinen Mann erst um 7 Uhr, rief die Ärztin an. Sie schickte uns ins Krankenhaus. Meine Schwester, die zu Besuch war, fuhr mit. Ultraschall und Untersuchungen bestätigten Wehen. In der 32. Woche wollte der Arzt die Entbindung verzögern und gab eine Lungenreifespritze. Die Schmerzen liessen nach, ich blieb bis 2. Mai unter Beobachtung. Bei der Entlassung kehrten sie zurück – ab ins Bett.
In der Nacht zum 2. Mai spürte ich kaum Bewegungen. Am 3. Mai morgens keine mehr. Panik! Die Schwester alarmierte das Team: Herzfrequenz 170–190 statt max. 120. Notkaiserschnitt! Geschockt, aber voller Hoffnung betete ich. Mit ruhigem Herzen ging ich in den OP. Nach Spinalanästhesie war sie in 10 Minuten da – ein Mädchen. Ihr leises Grunzen sorgte für Sorge, sie landete auf der Neonatologie-Station.
Ihre Atmung war unregelmäßig, sie wurde verlegt. Ich in einem Krankenhaus, sie im anderen – 24 Stunden ohne sie. Am nächsten Tag durfte ich nicht zu ihr. Nach 48 Stunden Entlassung und Verlegung erreichte ich die NICU. Sie schlief wie ein Engel, umgeben von Schlauchchen. Ich berührte ihre Hände und Füße – sie hielt mich fest, als hätte sie gewartet. „Mach die Augen auf, Baby, Mama und Papa sind da.“ Sie lächelte, ich weinte vor Glück.Haftungsausschluss: Die in diesem Beitrag zum Ausdruck gebrachten Ansichten, Meinungen und Positionen (einschließlich Inhalten in jeglicher Form) sind allein die des Autors. Die Richtigkeit, Vollständigkeit und Gültigkeit aller in diesem Artikel gemachten Aussagen wird nicht garantiert. Wir übernehmen keine Haftung für Fehler, Auslassungen oder Darstellungen. Die Verantwortung für geistige Eigentumsrechte an diesem Inhalt liegt beim Autor und jegliche Haftung in Bezug auf die Verletzung von geistigen Eigentumsrechten verbleibt bei ihm.