Als jemand, der sich intensiv mit Familienfinanzen auseinandergesetzt hat, bin ich stolz auf unsere solide finanzielle Basis. Doch ein Gespräch der Feministin Clementine Ford über die Geschlechterlücke bei der Altersvorsorge hat mich aufhorchen lassen – und eine Lücke in unserer eigenen Partnerschaft enthüllt.
Diese Lücke zeigt sich darin, dass Frauen oft mit deutlich weniger Ersparnissen in den Ruhestand gehen als Männer. In manchen Altersgruppen beträgt der Unterschied bis zu 47,8 %.
Viele Frauen, die Jahre der Kindererziehung widmen, riskieren später Armut oder gar Obdachlosigkeit.
Nach der Geburt meines Sohnes letztes Jahr nahm ich eine Auszeit und kehrte teilzeitlich zurück. Mein Partner arbeitet vollzeitlich und opfert Gehalt für unsere Superannuation. Wir teilen Einkommen und Hypothek – doch die Rentenlücke hatten wir übersehen.
Ursprünglich wollte ich hier detailliert beschreiben, was wir tun. Die mentale Belastung war jedoch zu groß – ein typisch geschlechtsspezifisches Hindernis.
Trotzdem habe ich wertvolle Tipps von Experten gesammelt, die uns einen klaren Startpunkt bieten. Sie helfen hoffentlich auch Ihnen, Lücken in Ihrer Beziehung zu erkennen und zu schließen.
Die Mutterschaftsstrafe
Der jüngste Bundeshaushalt unterstreicht, wie Mutterschaft in Australien Frauen lebenslang wirtschaftlich benachteiligt. Auszeiten wegen Betreuungspflichten mindern nicht nur das Einkommen, sondern führen oft zu einer "Wahrnehmung abnehmender Fähigkeiten", wie das Treasury erklärt. Frauen kehren in niedrigere Positionen zurück.
Altersvorsorge ist ein zentraler Aspekt dieser Strafe. In Partnerschaften kann ein engagierter Partner diese Lücke minimieren.
Schlüsselüberlegungen zum Schließen Ihrer Lücke
Individuelle Rentenpläne sind variabel, daher keine pauschale Beratung. Doch Sydney-basierte Finanzexpertin Kate McCallum empfiehlt folgende Ansätze.
Vermeiden Sie den Irrglauben, dass Trennung automatisch 50/50 teilt – das führt oft zu Streit.
Eine ausgeglichene Superannuation nutzt beiden: Mehr Flexibilität bei Investitionen dank Obergrenzen und rationale Vorteile jenseits emotionaler.
Steuerersparnisse zählen, aber primär: Was optimiert unsere Situation als Paar? Optionen: Ehegattenbeiträge, Super-Splitting, Gehaltsopfer und Nachsteuer-Beiträge.
Für uns: Statt simpler Teilung des Opfergeldes meines Partners könnten Ehegattenbeiträge steuerlich günstiger sein, da er höheres Einkommen hat. Prüfen Sie Bestände und Anlagen.
Bei Komplexität: Holen Sie einen Finanzberater – viele Superfonds bieten kostenlose Beratung. Bei Finanznot Priorität.
McCallums Regel: Bei Ersparnissen und Einkommen über 45.000 $ jährlich lohnt Gehaltsopfer. Unterhalb minimaler Steuervorteil, doch Beiträge immer sinnvoll.
Die mentale Belastung
Hier scheiterte ich: Nach Fords Post stimmte mein Partner zu, doch Kapazitäten fehlten. Ich starte mit kleinem Gehaltsopfer, bis wir planen.
Frauen tragen oft die Last, sagt McCallum. Paare brauchen gemeinsame Geldsicht – sonst Knack in der Beziehung.
Tipps für das Partnergespräch
Paartherapeutin Sian Khuman rät: Recherchieren Sie vorab, kündigen Sie das Gespräch an ("Können wir über Rente reden?") und wählen Sie ablenkungsfreie Zeit.
Halten Sie sich an Fakten. Bei Eskalation: Fokus auf gemeinsames Wohlstandsziel – "Wie sind wir zukunftssicher, falls etwas passiert?"
Teilen Sie Ressourcen wie Workplace Gender Equality Agency. Bei Stillstand: Paartherapie.
Dieser Artikel bietet allgemeine Infos. Holen Sie für Ihre Situation professionellen Rat ein.