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Warum ich nach meiner lesbischen Fernbeziehung nicht mehr an die Liebe glaube

Warum ich nach meiner lesbischen Fernbeziehung nicht mehr an die Liebe glaubeIm zweiten Jahr meines Masterstudiums erhielt ich eine Freundschaftsanfrage auf Facebook von einem Mädchen. Ich nahm sie an. Sie schrieb mir: „Dein Profilbild ist großartig!“ Wir plauderten eine Weile, tauschten Nummern aus, und sie bat mich, sie anzurufen. Am Telefon flirtete sie offen, und bereits am nächsten Tag gestand sie mir ihre Liebe. Innerhalb einer Woche machte sie mir einen Heiratsantrag. Zuerst zweifelte ich und sah keine gemeinsame Zukunft, doch sie überzeugte mich. Von da an gab es kein Zurück mehr.
Es handelte sich um eine Fernbeziehung. Nach meinem Abschluss zog ich beruflich nach Bangalore, während sie in Kolkata blieb. Die ersten Jahre verliefen gut, mit Höhen und Tiefen. In zwei Jahren trafen wir uns dreimal, schlossen unzählige Versprechen und träumten von einer gemeinsamen Zukunft. Doch plötzlich veränderte sich ihr Verhalten radikal. Bei Anrufen war sie unhöflich, wurde grundlos wütend. Ich fragte nach, doch sie schob es auf persönliche Probleme, die sie allein lösen wolle. Es verschlimmerte sich. Ich ignorierte es, in der Hoffnung, dass meine Liebe sie heilen würde.

Ich ahnte nicht, dass sie mit meinen Gefühlen spielte. Fremde schickten mir Facebook-Nachrichten: „Deine Freundin ist mit jemand anderem zusammen.“ Freunde rieten mir, sie zu verlassen. Doch ich vertraute nur ihr.
Eines Tages beendete sie alles und gestand, einen anderen zu lieben. Sie verließ mich. Ich brach zusammen, flehte sie an zu bleiben. Sie insistierte: „So werden wir beide glücklich.“ Meine Welt zerbrach, Träume zersplitterten durch einen einzigen Anruf.

Sie raubte mir die Essenz meines Lebens. Früher fühlte ich mich glücklich, lachte herzlich. Heute meide ich Vertrauen. Mein Selbstwert ist zerstört – ich war austauschbar. Am schlimmsten: Ich verlor den Glauben an die Liebe.

Ich erinnere mich an die Wärme unseres ersten Kusses, doch mein Herz schlägt leer. Sie ging, nahm mein liebendes Herz mit.

Nach Jahren des Schmerzes erkenne ich: Hätte ich weniger investiert in eine einseitige Beziehung und mehr Wert auf mein Leben gelegt, hätte ich es verhindern können.

Heute liebe ich niemanden mehr – aber ich liebe mein Leben.

- von Sushmita Dutta