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Den Tod abgeschüttelt: Meine Pilgerreise nach Vaishno Devi mit Pferd statt Hubschrauber

Den Tod abgeschüttelt: Meine Pilgerreise nach Vaishno Devi mit Pferd statt HubschrauberUnser Darshan im heiligen Schrein von Vaishno Devi war unvergesslich und perfekt. Ursprünglich geplant, wollten wir mit dem Hubschrauber fliegen, doch aufgrund eines Missverständnisses konnte unser Organisator keine Tickets besorgen. Wir standen von 6 Uhr morgens bis 13 Uhr am Hubschrauberlandeplatz – vergeblich. In letzter Minute entschieden wir uns für Pferde.

Als jemand mit tiefer Angst vor Pferden, versuchte ich zunächst zu Fuß zu gehen, doch ich war so außer Atem, dass ich aufsitzen musste. Mit Tränenaugen vor Furcht ritt ich los, doch der freundliche Reiter kümmerte sich rücksichtsvoll um mich während der gesamten Strecke. Endlich am Schrein angekommen, überwältigte mich die spirituelle Pracht. Ich weinte vor Rührung und vergaß sogar meine Gebete.

Vollkommen erfüllt und im Frieden machten wir uns auf den Rückweg, der diesmal leichter fiel. Gegen 20 Uhr erreichten wir die Basis. Wir waren zwei gesunde Frauen über 50, die allein reisten – und unsere Körper hielten stand.

Im Hotel spürten wir die Strapazen: wunde Hinterteile, schmerzende Rücken. Dennoch schliefen wir ein. Am nächsten Morgen nutzten wir die Verspätung unseres Flugs für Erholung in unserem Zimmer.

Zufrieden mit dem Darshan, jammerten wir noch über den Ritt und bedauerten den verpassten Hubschrauber. Dann ging es zum Flughafen. Kaum im Taxi, erzählte uns der Fahrer: Der Hubschrauber, den wir nehmen sollten, war auf dem Weg nach Vaishno Devi abgestürzt. Schockiert stellten wir fest, dass wir dem Tod entronnen waren.

Ein frisch verheiratetes Paar und ein Vater mit Tochter waren unter den Opfern. Zerstört, doch dankbar lebten wir weiter.
(Von Anu Chopra, erfahrene Pilgerin)