DeuAq.com >> Leben >  >> Familie

Die Magie, eine alte Freundschaft wiederzubeleben: Meine echte Geschichte

Die Magie, eine alte Freundschaft wiederzubeleben: Meine echte GeschichteSie kennen das: Ein enger Freund beginnt das Gespräch mit 'Hey, wie geht es dir?', und plötzlich spüren Sie, dass die Verbindung nicht mehr dieselbe ist.
Ich war immer so sehr mit meinem Handy beschäftigt, dass meine Hände reflexartig zum Telefon griffen – ob im Unterricht, zu Hause oder bei Familienfeiern. Es vibrierte ständig. Tara und ich waren unzertrennlich. Wir standen uns nahe, als wir uns auf die 10. Klasse-Prüfungen vorbereiteten. Nach den Prüfungen hatten wir drei Monate Urlaub. Früher weckte sie mich jeden Tag mit Anrufen, wir schauten zusammen WM-Spiele, trainierten im selben Zentrum und redeten stundenlang über alles. Wir hatten keine gemeinsamen Freunde, aber das war egal. Ich fand in ihr eine echte Freundin, sie in mir. Es heißt, ein Junge und ein Mädchen können nicht ewig nur Freunde bleiben. Zum ersten Mal fühlten wir uns schwach füreinander.

Unsere Beziehung ging über Freundschaft hinaus. Wir kümmerten uns umeinander, lebten in unserer eigenen Welt, in der wir wir selbst sein konnten. Diese Monate mit ihr sind unauslöschlich in meinem Gedächtnis. Doch das Leben läuft nicht immer nach Plan. Tara, die brillante Schülerin, kam an die beste Schule der Stadt. Hinter einem harten Lehrplan, Prüfungen und Druck wuchs die Distanz. Meine Freunde erwähnten sie, doch ich mied das Thema. Ihre Anrufe und Nachrichten wurden zur Erinnerung. Sogar meine Eltern merkten es, besonders meine Mutter, die Tara liebte wie ich.
Schließlich zogen wir in verschiedene Städte fürs Studium, die Distanz wurde größer. Wir sprachen nur zweimal jährlich – zu unseren Geburtstagen. Beide waren wir erfolgreich. Ich checkte gelegentlich ihre Facebook-Updates über gemeinsame Bekannte. Sie verliebte sich in Mukesh, einen humorvollen College-Kenner. Das wunderte mich nicht. Am Jahresende lernte ich jemanden kennen, aber es hielt nicht. Ich hatte tolle Freunde und Abenteuer, doch ein Teil fehlte mir immer.

Meine Beziehung scheiterte an meiner Nachlässigkeit und ihrer Halbherzigkeit. Da erkannte ich den Wert wahrer Freundschaft und vermisste Tara. Sie beeinflusste jede meiner Entscheidungen. Ich wählte ihre Nummer – ihre fröhliche Stimme war magisch. Sie kicherte wie eh und je. In vier Jahren hatte sich nichts geändert. Wir telefonierten öfter, trafen uns schließlich. Sie sah gesund aus wie immer, ich war im Vergleich dünn geblieben. Wir meldeten uns für NGO-Arbeit an. Die Unbeholfenheit schwand. Sie besuchte mich für unsere reifen Mangos – meine Mutter freute sich und nannte sie 'Aaamwali'.

Heute teilen wir eine tiefe Bindung. Unsere Tage enden mit Gesprächen über den Alltag, Urlaubspläne, MBA-Träume oder Reisen nach Deutschland. Wir pflegen unsere Freundschaft bewusst – Tara, mein leuchtender Stern, bleibt für immer.

Viele verlieren Jobs, Familie oder Liebste, weil sie nicht aktiv werden. Hätten Tara und ich unser Ego nicht walten lassen, wäre es nie so weit gekommen. Lebt im Hier und Jetzt, baut Beziehungen auf, die keine Etiketten brauchen.
(Von Chiranjeet Barkakoti)