Ich bin ein 31-jähriger Banker bei einer internationalen Bank in Maharashtra, der fest an Familie und Ehe glaubt. Im Dezember 2014 ging ich eine arrangierte Ehe mit einer IT-Spezialistin aus Delhi ein, die in meiner Stadt arbeitete und meine Werte zu teilen schien. Vor der Hochzeit sprachen wir offen über unseren Wunsch nach einer unterstützenden Partnerschaft und einem harmonischen Familienleben.Aber nur Tage nach unserer Rückkehr von den von ihr geplanten, von mir finanzierten Flitterwochen forderte sie separate Wohnungen von meinen Eltern. Ich stimmte zu, in dem Glauben, dass Privatsphäre für Frischvermählte normal ist. Ich stellte zwei Haushälterinnen ein, doch sie trug nichts zum Haushalt bei – nicht einmal grundlegende Aufgaben übernahm sie. Stattdessen trank und rauchte sie oft, beschimpfte mich verbal und schlug mich sogar vor Freunden und Verwandten. Ich ignorierte es zunächst, in der Hoffnung, sie brauche Zeit zur Anpassung.
Ich hatte einen großen Freundeskreis und wollte sie einbeziehen, doch sie isolierte mich, indem sie sich weigerte, sich zu integrieren. Sie traf sich stattdessen mit ihren Freunden und ihrer Schwester, ohne mich einzubeziehen – ich erfuhr ihre Aufenthalte oft nur über Facebook. Wenn ich mitwollte, wies sie mich ab und betonte ihre Unabhängigkeit. Das verletzte mich tief, da ich alles für ihre Integration bei meinen Freunden tat, sie aber Zeit mit mir in ihrem Kreis ablehnte.
Um ihre Familie zu gewinnen, finanzierte ich teure Geschenke und Urlaube – und ertrug dafür Spott vor ihren Verwandten.
Es verschlimmerte sich: Sie verbot mir, meine Eltern anzurufen oder zu besuchen. Isoliert von Freunden und Familie, verlor ich meinen Seelenfrieden. Die psychische Belastung eskalierte; ich verbrachte Nächte im Auto, um ihren Anfeindungen zu entfliehen.
Wie viele Inder glaubte ich, Ehen seien ewig und Probleme mit Geduld lösbar. Ich verschwieg alles vor meinen Eltern.
In vier Monaten trug sie nichts finanziell bei, forderte aber ständige Erfüllung ihrer Wünsche. Im Mai 2015 reiste sie nach Delhi wegen eines "Familiennotfalls" und brach den Kontakt ab. Kurz darauf kam eine Vorladung: Sie hatte mich und meine Eltern wegen Grausamkeit, Mitgift und Belästigung angezeigt.
Zusätzlich hatte sie Schmuck (inklusive mütterlicher Erbstücke), meinen Laptop, Kamera und Festplatten mitgenommen.
Die exzessiven Unterhaltsforderungen, Reisen und emotionaler Schaden haben uns physisch und psychisch gebrochen. Meine Mutter brauchte Therapie; ich bin ein Schatten meiner selbst.
In Indien wird bei gescheiterten Ehen automatisch der Mann schuld. Glücklicherweise unterstützten Zeugen unter meinen Freunden und Nachbarn mich. Ohne sie wäre ich vielleicht Suizidstatistik geworden.
Meine Naivität ist vorbei. Nun kämpfe ich um Ausstieg und Heilung. (von anonym)