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Warum ich der 'andere Mann' in ihrem Leben wurde – Eine wahre Liebesgeschichte

Warum ich der  andere Mann  in ihrem Leben wurde – Eine wahre LiebesgeschichteIch lernte Vrinda kennen, als sie nach dem Mutterschaftsurlaub ihres zweiten Kindes ins Büro zurückkehrte und in mein Team wechselte. Sie war wie ein offenes Buch: warmherzig, vertrauensvoll und rasch bei allen beliebt. Immer sprudelte sie über vor Anekdoten aus ihrem Leben mit den Kindern, ihrer Mutter und dem Hund. Ihr Alltag war ein chaotisches, aber von ihr geliebtes Wirbeln aus Aktivitäten. Trotz ihrer zierlichen Figur war es kaum vorstellbar, dass sie erst sechs Monate zuvor ein Baby geboren hatte. Feminin, anziehend – besonders im Sari mit Kajal um die Augen und ihrer tiefen, fesselnden Stimme. Obwohl ich mich wehrte, zog es mich täglich stärker zu ihr hin. Ich ertappte mich dabei, wie ich sie anstarrte, und fragte mich, ob sie es bemerkte.
Schicksalhaft wurden wir für einen Tanz bei einer Büroweieranstaltung gepaart – als Paar aus vergangenen Zeiten. Ich kam absichtlich verspätet zur Probe, um meine Gefühle zu verbergen. Doch sie forderte mich auf, mich zu öffnen: „Leg deine Hände richtig auf meine Schultern, nicht nur die Fingerspitzen. Ich verspreche, du kriegst keinen Stromschlag!“ Am großen Tag in schwarzem Sari, mit Blume im Haar und antikem Schmuck sah sie atemberaubend aus. Unser Auftritt begeisterte und holte den ersten Preis.

Überraschend teilte sie später ihr Herz mit mir. Bei einem Gespräch über berufliche Vergangenheiten erwähnte ich meine Zeit als freiberufliche Eheberaterin. Sie rief noch am selben Abend an: Ihr Mann hatte einen Job in einer anderen Stadt angenommen, sie fühlte sich gefangen, emotional ausgehungert inmitten von Familie und Alltag. Warum sie ausgerechnet mir vertraute? Ich hörte zu, gab wenig Rat – sie brauchte einfach jemanden, der zuhörte. Bald wurden wir unzertrennliche Freunde, und aus dieser Nähe entwickelte sich körperliche Intimität. Unsere Verbindung war emotional, mental und sexuell erfüllt – eine Chemie, die mich bis heute fasziniert.
Wie konnten zwei integer Menschen wie wir unsere Werte opfern? Die Gesellschaft diktiert Normen, die erdrückend wirken. Ihr Mann ist liebevoll, ihre Ehe eine echte Liebesheirat. Was ging schief? Ich weiß es nicht, doch ich trug Mitschuld, indem ich es zuließ. Zwei Regeln galten: Familie hat Vorrang, und niemand erfährt davon. Sie hielt beides.

Es endete, als ihr Mann es herausfand. Wir trennten uns einvernehmlich – zum Besten aller. Seit zwei Jahren arbeitet sie woanders, um ihren Kindern Stabilität zu geben. Ich hatte nie den Mut, sie aus ihrer Ehe zu holen. Keine formelle Beziehung, keine Namen für das, was war.

Ich liebe sie tief und vermisse sie in jeder Hinsicht. Warum trafen wir uns unter so ungünstigen Umständen? Ich hoffe auf ein nächstes Leben, in dem diese Liebe erblüht. Bis dahin bleibt sie in meinen Gebeten.

(Von Parul Ojha)
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