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Mein Ex hat geheiratet: Wie verarbeite ich diese Liebe? Rat von Expertin Kamna Chhibber

Mein Ex hat geheiratet: Wie verarbeite ich diese Liebe? Rat von Expertin Kamna Chhibber Frage: Ich bin eine 27-jährige berufstätige Frau. Die letzten vier Jahre war ich in einer intensiven Beziehung mit einem Mann, der nun wegen familiärer Probleme geheiratet hat – darunter die schlechte Gesundheit seines Vaters und die Ablehnung seiner Eltern. Obwohl er ihnen von unserer Beziehung erzählte und unsere Heiratspläne offenbarte, weigerten sie sich vehement, mich als Schwiegertochter zu akzeptieren. Wir liebten uns tief, und ich bin immer noch verliebt in ihn. Ich kann nicht fassen, dass er nun verheiratet ist und mit einer anderen Frau lebt. Diese Situation macht mich unendlich traurig, beeinträchtigt meine Stimmung und mein gesamtes Leben. Nach seiner Hochzeit sprachen wir uns, doch er rät mir jedes Mal, weiterzuziehen und glücklich zu werden. Ich weiß, dass ich keine Wahl habe, schaffe es aber nicht, in mein normales Leben zurückzukehren. Ich habe ihn verloren, sehne mich aber danach, ihn zurückzugewinnen – dieses Gefühl zerreißt mich innerlich. Bitte helfen Sie mir. – Anonym

Antwort von Kamna Chhibber: Das Ende einer Beziehung fühlt sich an wie ein tiefer Verlust, und der Trauerprozess kann je nach Umständen extrem herausfordernd sein. Hätten Sie und Ihr Partner gemeinsam erkannt, dass es nicht funktioniert, wäre es vielleicht einfacher gewesen, loszulassen. Doch Ihr beiderer Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft bis zum Schluss macht es besonders schwer.

In solchen Fällen ignoriert man oft Warnsignale, dass die Beziehung nicht in einer Ehe münden könnte. Trotz der Schwierigkeiten müssen Sie konkrete Schritte unternehmen, um voranzukommen. Am wichtigsten: Brechen Sie jeden Kontakt zu Ihrem Ex ab und distanzieren Sie sich von gemeinsamen sozialen oder beruflichen Kreisen.

Da er nun verheiratet ist, hilft es nicht, sein Leben zu verfolgen – weder direkt von ihm noch über Bekannte. Schützen Sie Ihr verletzliches Inneres, bis Sie emotional stabiler sind.

Heilung braucht Zeit. Schaffen Sie neue Erinnerungen und assoziieren Sie gemeinsame Orte und Aktivitäten neu. Das wird emotional anstrengend, fördert aber den Fortschritt. Es gibt keinen festen Zeitrahmen, doch je schneller Sie Ihre Routine normalisieren – Arbeit, Freunde treffen, Orte nicht meiden –, desto besser.

Kamna Chhibber ist Leiterin des Bereichs Psychische Gesundheit und Verhaltenswissenschaften bei Fortis Healthcare.

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