Frage: Ich bin seit sechs Monaten verheiratet. Bereits nach drei Monaten erfuhr ich, dass meine Frau vor unserer Ehe eine ernsthafte, körperliche Beziehung zu ihrem Ex-Partner hatte. Aus meiner sehr konservativen Familie heraus ist das für mich schwer akzeptabel. Besonders verletzt hat mich jedoch, als ich mithörte, wie sie ihn mit 'Bhaiyya' ansprach und zögte, das Gespräch vor mir fortzusetzen. Sie bat ihn, nicht mehr anzurufen, gestand mir dann aber alles und erzählte detailliert aus ihrer Vergangenheit. Ich war bereit zu vergeben, als sie sagte, sie habe mich wegen meiner ruhigen, kühlen Art gewählt – nach anfänglicher Ablehnung meines Fotos. Doch die Anrufe ihres Ex hielten an. Eines Tages drohte ich wutentbrannt, ihn zu verprügeln. Sie lächelte nur und meinte: 'Das schaffst du nicht, er ist bei der CRPF, groß und stark.' Als kleine, dünne Person trifft mich das tief. Sie erwähnt oft ihr früheres Leben, und ich fühle mich schwach und unzulänglich. Ich bin tief deprimiert. Was soll ich tun? – Anonym
Antwort von Kamna Chhibber: Offene Kommunikation bildet das Fundament jeder gesunden Beziehung. Nutzen Sie diesen Moment, um Ihrer Frau einfühlsam Ihre Verletzungen mitzuteilen – ohne Vorwürfe, sondern mit Fokus auf Ihre Gefühle. So entsteht ein Perspektivenaustausch, der Ihre Bindung stärkt.
Vermeiden Sie Konfrontationen, die aggressiv wirken könnten. Stattdessen legen Sie frühzeitig die Basis für Vertrauen und Sicherheit. Als Klinische Psychologin mit jahrelanger Erfahrung in Beziehungsfragen rate ich: Sprechen Sie ruhig und ehrlich, um Missverständnisse aufzulösen und Ihre Partnerschaft zu festigen.
Kamna Chhibber, Klinische Psychologin, Leiterin – Psychische Gesundheit, Abteilung für Psychische Gesundheit und Verhaltenswissenschaften, Fortis Healthcare
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