Repräsentatives BildFrage: Hallo! Ich bin ein 42-jähriger Mann und befinde mich mitten in einem langwierigen Scheidungsprozess. Der Lockdown hat alles verändert. Bisher haben meine Frau und ich zwar unter einem Dach gelebt, aber durch unsere Jobs kaum Zeit zusammen verbracht und Abstand gehalten. Nun sehen wir uns ständig, was die Spannungen extrem steigert – sogar unsere Kinder spüren es. Ich halte das nicht mehr aus, habe aber keine Alternative, um auszuziehen. Wie komme ich damit klar?
– Anonym
Antwort von Dr. Rachna Khanna Singh: Vielen Dank, dass Sie uns schreiben. Ihre Situation ist herausfordernd, und Ihre Frustration ist absolut nachvollziehbar.
Der Lockdown ist vorübergehend, belastet aber Sie, Ihre Frau und besonders Ihre Kinder enorm.
Sprechen Sie offen mit Ihrer Frau: Erklären Sie, dass Sie beide zusammenarbeiten müssen, um die Lage zu entschärfen. Heben Sie die Auswirkungen auf die Kinder hervor und planen Sie feste Zeiten – allein oder gemeinsam. Ideal ist es, tagsüber getrennte Räume zu nutzen, z. B. verschiedene Zimmer. Legen Sie mit den Kindern einen Zeitplan fest.
Bei aufsteigender Frustration wechseln Sie den Raum, am besten an Balkon oder Terrasse. Das hilft.
Melden Sie sich jederzeit. Bleiben Sie sicher zu Hause.
Dr. Rachna Khanna Singh ist Leiterin der Abteilung für Ganzheitliche Medizin und Psychologie am Artemis Hospital, Gurgaon.
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