DeuAq.com >> Leben >  >> Familie

Portugiesischer Name für Großmutter: Avó, Vovó und die faszinierende portugiesische Familienkultur

Der gängigste portugiesische Name für die Großmutter ist avó. Beliebte Variationen umfassen avózinha, vovó oder schlicht .

Sowohl Großmütter als auch Großväter werden mit avô bezeichnet, wobei die Aussprache unterscheidet: Für den Großvater lautet sie „a-vô“ (Variante vovô: „vo-vô“), für die Großmutter „a-vã“ (Variante vovó: „vo-vã“).

Großmütter in der portugiesischen Kultur

Traditionell war die portugiesische Gesellschaft durch den Einfluss der katholischen Kirche und eine konservative Regierung stark patriarchalisch geprägt. Frauen besaßen wenige Rechte, übten jedoch großen Einfluss innerhalb der Familie aus.

Nach dem Staatsstreich von 1974, bekannt als Nelkenrevolution, brachte eine neue Verfassung Fortschritte für Frauen: Sie erhielten Wahlrecht, das Recht auf eigene Pässe und die Verwaltung ihres Geldes. Gleichzeitig wurde die Scheidung legalisiert.

Portugiesische Familien-Traditionen

Großeltern und erweiterte Familie spielen in Portugal eine zentrale Rolle, ergänzt durch enge Freundeskreise. Aufgrund begrenzter Sozialdienste übernehmen Verwandte und Freunde oft Kinder- und Altenpflege – Großelternbetreuung ist in vielen Haushalten Standard.

Soziale Kompetenz steht hoch im Kurs: Höfliche Anreden, tadellose Tischmanieren und zurückhaltendes Verhalten sind unerlässlich. Portugiesen gelten als nachsichtig mit Kindern, erwarten jedoch stets gute Umgangsformen.

Die portugiesische Küche und die Großmütter

Beim Thema Großmütter fällt Portugiesen stets das Essen ein. Trotz seiner geringen Größe bietet Portugal vielfältige Landschaften und Kulturpflanzen. Die Seefahrertradition brachte Einflüsse aus aller Welt – resultierend in einer reichen, abwechslungsreichen Küche.

Typische Gewürze sind Zimt, Paprika, Kreuzkümmel und die scharfe Piri-Piri. Übriges Fleisch wird zu herzhaften Eintöpfen und Wurst verarbeitet. Kabeljau (bacalhau) ist ein Klassiker. Vegetarisch beliebt: Caldo verde, eine Suppe aus Zwiebeln, Kartoffeln und Grünkohl. Süßes Gebäck dominiert, oft zum Kaffee-Frühstück mit Käse oder Schinken. Portugal ist für seinen Portwein bekannt, produziert aber auch exquisite andere Weine.

Feiertage und Bräuche

Die meisten portugiesischen Feiertage folgen dem Kirchenkalender und werden familiär gefeiert. Weihnachten ist ein Highlight: Mit Gottesdienstbesuch, Krippen in Kirchen und Häusern sowie oft einem Weihnachtsbaum.

Das große Weihnachtsmahl am Heiligabend ist fleischlos, mit Stockfisch oder anderem Fisch. Beliebt: Bolo rei, der Königskuchen mit Münzen oder Schmuck, der zum Dreikönigstag genossen wird.