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Glücklich ohne Sprache und Gehör: Eine inspirierende Begegnung mit taubstummen Kindern in Neu-Delhi

Glücklich ohne Sprache und Gehör: Eine inspirierende Begegnung mit taubstummen Kindern in Neu-DelhiTäglich überquere ich auf dem Weg zur Arbeit eine stark befahrene Straße in Kalkaji, Neu-Delhi. Inmitten des morgendlichen Trubels eile ich voran und beobachte die Menschen um mich herum. Meist bringt mich mein Vater zur Arbeit, doch an diesem Tag entschied ich mich, zu Fuß zu gehen.
Ich sah Büromenschen, die auf der Straße frühstückten, Ladenbesitzer, die entspannt warteten, und andere, die hastig ihre Geschäfte öffneten. Um Bushaltestellen und Autostände drängten sich die Leute zu ihren Zielen. Plötzlich zogen sanfte Klänge meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich versuchte, die Quelle zu orten, doch die Geräusche blieben undeutlich.

Gerade als ich die Straße überqueren wollte, hielt ich inne. Ich drehte mich um und entdeckte eine Gruppe Schulkinder, die lachend zum Straßenverkäufer gingen. Ihre Gesichter strahlten pure Freude aus – ansteckend und herzerwärmend. Sie bestellten ihr Lieblingsfrühstück in fließender Gebärdensprache, neckten sich gegenseitig und scherzten sogar mit dem Verkäufer.
Diese Kinder waren taubstumm, beraubt der Fähigkeit zu sprechen und zu hören. Dennoch wirkten sie wie jedes andere Kind: lebensfroh und unbeschwert.

In diesem Moment spürte ich eine tiefe innere Veränderung. Wir mit unseren intakten Sinnen nehmen so vieles als selbstverständlich hin und vergessen oft, dankbar zu sein für diese Gaben: die Sprache und das Hören. Diese Begegnung erinnert uns daran, innezuhalten, Gott für seine Geschenke zu danken und sie sinnvoll zu nutzen.

Ich wünschte, ich könnte so unbeschwert glücklich sein wie diese Kinder, die das Leben in vollen Zügen genießen.
Von Arpita Chatterjee