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Gott sei Dank: Warum ich den Rat meiner besten Freundin ignorierte und Liebe mit Studium balancierte

Gott sei Dank: Warum ich den Rat meiner besten Freundin ignorierte und Liebe mit Studium balancierte Repräsentatives Bild

Wir alle kennen diesen Freund, der sich verändert, sobald man in einer Beziehung ist. Meine Mitbewohnerin Anshul bildete da keine Ausnahme. Als ich mit meinem Freund – der heute mein Ehemann ist – zusammenkam, wurde sie zu meiner größten Kritikerin.

„Er hat mir einen Antrag gemacht, und ich habe Ja gesagt“, teilte ich ihr mit, so lapidar wie eine Wettervorhersage. Keine Emotionen, keine Aufregung. Wir teilten uns ein Zimmer im zweiten Stock des Mädchenheims im letzten Semester unseres Postgraduiertenstudiums. Anshul hatte sich fast zur Einsiedlerin gemacht, um die Bestnote zu holen – alles Ablenkende warf sie gnadenlos aus ihrem Leben. Als beste Freundin wollte sie dasselbe für mich: „Vermeide Ablenkungen, wenn du gute Noten willst. Und was ist größer als ein Freund?“

„Das ist nicht dein Ernst“, murmelte sie, ohne vom vergilbten Buch aufzublicken. Ich ignorierte sie.

Wenn man von der Familie getrennt ist, werden Freunde zu Ersatzeltern. Anshul meinte es gut und dachte, diese Beziehung würde wie frühere vorbeigehen – typisch für junge Leute in einer neuen Stadt, die Unabhängigkeit entdecken.

Doch es waren harte Zeiten. Mein Herz sehnte sich nach ihm, mein Kopf nach Anshuls Rat und den Büchern. Da war der charmante, unterstützende Freund – und meine beste Freundin, die ihm fast den Krieg erklärte. Was tun?

Mein Freund spürte meine Zerrissenheit und gab mir den besten Rat: „Warum siehst du das als Entweder-Oder? Du kannst beides haben, wenn du Prioritäten setzt. Gib der Prüfung dein Bestes – ich bin danach noch da.“

Diese Worte wogen schwer. Anshuls Logik war unbestritten: „Du hast Stunden mit Kaffee und Freunden vergeudet. Du wirst es bereuen!“ Einmal im Zorn riet sie sogar zur Trennung, als ein Professor meine Dissertation kritisierte.

Anshul sah nicht, was er sah: ein Mädchen, das sein Leben wieder ins Gleichgewicht bringen musste – ohne die Liebe aufzugeben.

Ich kürzte Telefonate, sagte Kaffees ab, besuchte alle Kurse. Manche Tage sprachen wir gar nicht, Monate trafen wir uns nicht. Unsere Liebe wurde stärker, Anshul freute sich über meinen Studienfokus. Das Gleichgewicht kehrte zurück.

Im Leben geht es nicht darum, nur einer Sache nachzujagen. Ich wollte Karriere und Familie – ohne Kompromisse. Gott sei Dank hörte ich nicht auf Anshuls Rat, mein Liebesleben fürs Studium aufzugeben. Stattdessen lernte ich, richtig zu priorisieren.

– Von Anonym