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Toxische Beziehung zur Mutter: So stärken Sie Ihre Geduld – Rat von Psychologin Dr. Ishita Mukerji

Toxische Beziehung zur Mutter: So stärken Sie Ihre Geduld – Rat von Psychologin Dr. Ishita MukerjiLeserfrage: Ich habe eine leicht toxische Beziehung zu meiner Mutter. Während mein Vater sich aus unseren Auseinandersetzungen heraushält, nimmt er immer ihre Seite, wenn sie zusammenbricht – obwohl er weiß, dass sie höchst unvernünftig ist. Das macht mich extrem wütend und rastlos, meine Wut schießt in die Höhe! Später erklärt er mir, sie sei emotional, und deswegen stehe er auf ihrer Seite, obwohl er weiß, dass sie im Unrecht ist. Wie kann ich an meiner Geduld arbeiten?
Antwort von Dr. Ishita Mukerji, leitender Psychologin bei Kaleidoskop, Zentrum für mentales Wohlbefinden: Vielen Dank für Ihre offene Frage.
Jeder von uns erlebt Phasen, in denen Beziehungen belastend wirken und enge Angehörige unsere Sichtweise nicht teilen. Besonders Mutter-Tochter-Beziehungen sind dynamisch und tiefgreifend – einzigartig und komplex für jede Familie. Sie bilden oft ein sensibles Gleichgewicht.

Da Sie die Beziehung als 'leicht toxisch' beschreiben, ist jetzt der ideale Moment, aktiv zu handeln. Erkennen Sie die Perspektiven Ihrer Eltern, Ihre eigenen Trigger und die Rolle Ihres Vaters als Vermittler. Nur so können Sie Wut abbauen und Konflikte gesünder lösen. Der Schlüssel liegt darin, bei sich selbst anzusetzen.

Konflikte entstehen oft durch unterschiedliche Erwartungen. Wir können andere nicht kontrollieren, aber unsere Reaktionen schon. Geduld ist eine essenzielle Eigenschaft – bewusst kultiviert, nicht passiv.

Praktische Tipps zur Geduldsstärkung:
Trigger erkennen: Identifizieren Sie Auslöser und die dahinterliegenden Unsicherheiten.
Reflektieren statt reagieren: Pausieren Sie, prüfen Sie die Situation und handeln Sie bedacht.
Tagebuch führen: Schreiben Sie Wut-Gedanken auf, um Klarheit zu schaffen.
Meditieren: Täglich 15 Minuten, ideal vor dem Schlafengehen.
Atemtechniken: Bei Wut auf Atmung achten, um den Geist zu beruhigen.
Achtsamkeit üben: Bleiben Sie im Hier und Jetzt, statt in die Zukunft zu projizieren.
Geduldstag: Widmen Sie sich bewusst einem Tag der Geduld.
Positives framing: Wandeln Sie negative Situationen durch Perspektivwechsel um.
Professionelle Hilfe: Sprechen Sie mit einem Therapeuten, wenn Unruhe anhält.

Arbeiten Sie an sich, teilen Sie Ihre Gefühle ruhig mit Ihren Eltern – kommunizieren, nicht konfrontieren. So verbessern Sie die Familiendynamik nachhaltig.

Dr. Ishita Mukerji

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