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Herzliche Erinnerungen an meinen Vater und seinen Bananen-Obstgarten

Herzliche Erinnerungen an meinen Vater und seinen Bananen-ObstgartenSeit meiner Geburt begleitet mich der Anblick dieses kleinen Obstgartens. Mein Großvater hatte ihn uns vermacht – zusammen mit großen Grundstücken, einem Haus und Anteilen an mehreren Teichen. In unserer Region ist Erbschaft üblich, doch dieser Garten war etwas Besonderes, erfüllt von tiefer Emotion. Mit Bambuszäunen umgeben, wirkte er wie ein heiliger Ort.

Am Ufer des Bamun Pukur, unseres Familienteichs, lag dieser Bananengarten. Bananenstauden dominierten ihn bei weitem, alle anderen Pflanzen traten in den Hintergrund. Zwar gab es in unserem Haushalt Arbeiter, doch die Pflege der Bananen war die große Leidenschaft meines Vaters. Vor jedem Monsun füllte er Körbe mit nährstoffreichem Schlamm aus dem Teich, um die Wurzeln zu stärken. Dafür wählte er mondbeschienene Sommernächte. Dabei trank er ein volles Glas starken Tee – „Paancham“, wie meine Mutter sagte –, um seine Müdigkeit zu vertreiben. Mit sieben oder acht Jahren trug ich den Teekessel und sein Glas zum Garten. Fasziniert sah ich zu, wie er jede Pflanze mit Hingabe versorgte. Der Mond über der kahlen Palme diente ihm als Uhr; wenn er hoch stand, kehrten wir heim. Ich half ihm, die Utensilien zurückzubringen.

Der Garten war unsere gemeinsame Leidenschaft, Vaters und meine. In Monsunnächten weckte mich der Regen, und im Morgengrauen eilte ich hinaus, um die neuen Triebe zu zählen. Mein Vater wunderte sich über die Kindesfüße im Garten und dachte zuerst an Vandalen. Aus Angst vor Schelte schwieg ich lange – ich hatte ja die Tür so früh entriegelt und die Hausssicherheit gefährdet.

Ich folgte jeder Pflanze vom Keimen bis zur Ernte der schweren Büschel. Donnerstags pilgten Nachbarn zu uns, um Lakshmi-Blätter für ihre Puja zu erbitten.

Ich dachte: „Sie ehren die Göttin des Wohlstands, doch diese Blätter sind Frucht der harten Arbeit meines Vaters!“ Es wurmte mich, also schlich ich in ihre Häuser, um nachzusehen. Ihre Speicher blieben leer – zufrieden kehrte ich heim.

„Mama, sie beten Lakshmi an, aber ihr Reichtum wächst nicht?“, fragte ich. Sie lächelte: „Die Früchte der Verehrung kommen nicht sofort, mein Sohn.“

Wir hatten Bananen im Überfluss. Mutter verteilte manchmal Büschel an Nachbarn; Vater tobte, wenn er es erfuhr – wie konnte sie seine Früchte verschenken?

Mittwochs und sonntags verkaufte er Überschüsse auf dem Dorfmarkt. Sonntags half ich mit, pries die besten Bananen der Gegend für vier Annas das Dutzend, während er stolz beim Tee prahlte.

Jahrelange Dürre verdorrte die Ernte, zwang uns zum Verkauf von Land. Bananen wurden unser Rettungsanker – wir verkauften mehr, als wir aßen.

Nach der Grundschule zog ich zur Mutter in die Highschool. Oft träumte ich vom Garten: zarte Triebe im Wind, schwere Büschel auf Bambusstützen. Einmal stritt ich im Traum mit einem Käufer um den Preis.

Der Garten verblasste in meiner Erinnerung. Nach der Higher Secondary ging ich nicht heim, sondern nach Durgapur – erst Industriearbeiter, dann Maler, Elektrikerhelfer, Nachtwächter. Dann eine Luftwaffe-Anzeige: Ich bestand die Auswahl, trainierte ein Jahr in Bangalore.

Zu Haus hatten meine Geschwister – ich liebte sie innig – von meiner Rückkehr gehört. Mein Bruder Mantu prahlte: „Barda kommt, Bananen reifen – Vater darf nicht verkaufen, wir essen sie! Er schickt ja Geld!“

Ich verbot Vater den Verkauf; die Büschel hingen nun nur für uns. Er seufzte manchmal, doch gehorchte.

Bananen gediehen bis zu Vaters Tod. Danach starben sie aus. Meine Brüder fällten die unfruchtbare Palme. Mutter ließ einen Tempel im Garten für ihn bauen.

Frage ich mich, ob seine Seele den Ort heimsucht. Der Mond kreist ewig, der Garten bleibt, Nachbarn ändern sich wenig – und ich lebe in dieser Welt weiter.

Wir vermissen alle etwas: Der Mond die Palme, der Garten die Bananen, Nachbarn die Blätter – ich meinen Vater.

– Von B. Kanjilal