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Karmas schwarzer Humor: Meine Erfahrung mit einem Kollegen

Karmas schwarzer Humor: Meine Erfahrung mit einem Kollegen Repräsentatives Bild

Wie jeden Morgen wachte ich mit diesem Gedanken auf: „Oh nein, heute darf ich das wichtige Meeting auf keinen Fall verpassen. Sonst könnte mein Teamleiter das Projekt jemand anderem übertragen.“ Dieser Gedanke trieb mich an, und in nur 20 Minuten war ich startklar. Die Fahrt zum Büro dauerte eine Stunde, es war 7:30 Uhr – noch genug Puffer.

Wie üblich wartete ich unten auf meinen Kollegen, mit dem ich carpoolte. Er wusste genau, wie entscheidend das Meeting für mich war, da er auch eingeladen war. Ich hatte ihm schon mitgeteilt, dass ich unten stehe. Doch um 7:45 Uhr war von ihm oder seinem Auto nichts zu sehen. Ich rief ihn an – es dauerte ewig, bis er ranging.

„Hi Charu, sorry, ich hab's vergessen zu sagen: Ich muss erst meine Frau absetzen und fahre dann direkt ins Büro“, sagte er lapidar, ohne echte Reue.

Plötzlich ergab alles Sinn. Wäre ich zu spät gekommen, hätte er das Projekt wahrscheinlich bekommen. War es Absicht? Ein Teil von mir wollte nicht urteilen. Ich verdrängte die Zweifel, buchte ein Taxi und betete, dass ich pünktlich ankomme – eine Stunde Fahrtzeit vor mir.

Glück im Unglück: Ich schaffte es gerade so rechtzeitig ins Büro. Das einstündige Meeting dehnte sich aus, aber es lief hervorragend. Mir wurde die Leitung des begehrten Projekts übertragen. Von meinem Kollegen fehlte jede Spur.

Neugierig fragte ich den Manager nach ihm. „Weißt du's nicht? Er ist über die rote Ampel gefahren, wurde von der Verkehrspolizei gestoppt und mit einer Strafe belegt. Statt zu zahlen, versuchte er, den Beamten zu bestechen – und landete prompt auf der Wache!“

Mein einziger Gedanke: „Karma hat einen bösartigen Sinn für Humor.“

– von Charu Singh