Meine Freundin diskutiert unser Sexleben mit ihren Freunden (Bild: Shutterstock)Frage: Ich bin seit 5 Jahren in einer Beziehung mit meiner Partnerin und wir haben noch nicht geheiratet. Wir sind vor Jahren glücklich in die Liebe gestartet, und ich war von Anfang an sehr eifersüchtig und besitzergreifend. Zwischendurch gab es Streit, doch wir sind geblieben. Mein einziges großes Problem: Seit einem halben Jahr stört es mich extrem, dass sie viele männliche Freunde hat. Kürzlich habe ich ein WhatsApp-Gespräch mit einem ihrer männlichen Freunde gelesen, in dem sie eine private Sache besprochen hat – sie erwähnte, dass wir Sex hatten. Das hat mich schockiert.
Ich las auch ein kokettes Gespräch mit demselben Mann, wo sie fragte: "Träumst du von mir?"
Als ich sie damit konfrontiert habe, sagte sie, sie vertraue ihren männlichen Freunden und könne alles mit ihnen besprechen, weil sie ihre Grenzen kenne.
Jetzt mache ich mir große Sorgen, dass sie das Interesse an mir verloren hat. Die Vorstellung bringt mich um. Was soll ich tun? – Anonym
Antwort von Dr. Trupti Jayin: Ihre Freundin vertraut ihren männlichen Freunden ihre tiefsten Ängste an, fühlt sich aber unwohl, das mit Ihnen zu teilen. Das sollte Alarm schlagen. Beobachten Sie Ihr eigenes Verhalten, das sie davon abhält, Ihnen zu vertrauen.
Stellen Sie sich diese Fragen:
1) Überwachen Sie die Bewegungen Ihrer Freundin und bereiten ihr damit Unbehagen? Prüfen Sie täglich ihr Handy oder fragen nach ihrem Aufenthaltsort?
Wenn ja, erwarten Sie nicht, dass sie damit einverstanden ist. Sie wird ihre Treffen mit Freunden verbergen, auch wenn sie unschuldig sind. Niemand mag einen neugierigen Partner.
2) Was macht Sie so besitzergreifend?
Ihre Freundin hat Sie nicht betrogen, versöhnt sich nach Streit, ist fürsorglich, vertraut Ihnen und teilt offen ihre Gedanken. Sie hat ein eigenes Leben – schätzen Sie das. Die Beziehung hält nur, wenn Sie ihr Freiheit lassen. Je besitzergreifender Sie sind, desto erdrückter fühlt sie sich. Besitzergreifendheit zerstört Vertrauen. Finden Sie den Grund für Ihr Verhalten!
3) Investieren Sie in die Beziehung. Offenbar sucht sie Aufmerksamkeit bei anderen Männern – etwas fehlt. Seien Sie aufmerksamer, weniger kontrollierend. Gehen Sie einfühlsamer auf ihre Bedürfnisse ein, ohne Sarkasmus. Machen Sie die Kommunikation leicht und spaßig, statt Verhöre.
Vermeiden Sie impulsive Reaktionen. Fühlen Sie sich gedemütigt? Fragen Sie direkt nach ihren Absichten – das klärt die Luft.
Seien Sie offen und akzeptierend, statt Detektiv zu spielen.
Vertrauen und Freundschaft schaffen echte Intimität. Drücken Sie Liebe aus und unterstützen Sie sie.
Ihre Freundin ist kein Besitz: Sie können sie nicht kontrollieren, aber für sie sorgen. Sprechen Sie offen über Gefühle und planen Sie die Beziehung gemeinsam.
Dr. Trupti Jayin ist eine renommierte klinische Psychotherapeutin und spirituelle Lebensberaterin.
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