Leserfrage: Hallo, ich bin 32 Jahre alt und seit vier Jahren verheiratet. In unserer Ehe verbringt mein Mann mehr Zeit im Büro als zu Hause – und das nimmt er sogar bewusst in Kauf. Er liebt seine Arbeit und fühlt sich dort entspannter. Zu Hause habe er keine Zeit für mich und werde sofort mit Haushaltspflichten belastet, sagt er. Als Hausfrau brauche ich ebenfalls Zeit für mich. Was ist verkehrt daran, zu erwarten, dass er sich um die Kinder kümmert, wenn er nach Hause kommt? Moderne Paare teilen sich die Aufgaben – das sollten wir auch. Wie erkläre ich ihm das? – Anonym
Antwort von Rachana Awatramani: Die Ehe ist eine langfristige Partnerschaft, die verschiedene Phasen durchläuft. Beide müssen als Team zusammenarbeiten, um Herausforderungen zu meistern – vor allem durch offene Kommunikation.
Als 32-jährige Hausfrau mit vier Jahren Ehe ist es verständlich, dass Sie die Haushaltspflichten allein nicht bewältigen möchten. Ihr Mann scheint ein Workaholic zu sein, der sich in der Arbeit wohler fühlt als zu Hause. Es ist absolut legitim, dass Sie eine faire Aufgabenverteilung erwarten und Zeit für sich brauchen.
Empfehlung: Sprechen Sie zuerst über Ihre Gefühle, nicht die Situation – er kennt die Fakten. Loben Sie seine beruflichen Erfolge und Ehrlichkeit. Fragen Sie nach seinen Erwartungen an die Beziehung und wie er als Team beitragen möchte. Teilen Sie dann Ihre Bedürfnisse und legen Sie klare Regeln fest.
Überlegen Sie einen Eheberater zu konsultieren, um Erwartungen abzustimmen und Qualitätszeit zu schaffen.
Rachana Awatramani ist erfahrene Psychologin bei Insight Counseling Services in Mumbai.
Suchen Sie kompetente Beziehungsberatung? Schreiben Sie an: expertadvice.toi@gmail.com